Samstag, 19. Mai 2018

Thailand-Reisebericht - Teil 3 - Zwei Tempel in Bangkok: Wat Pho und Wat Arun

Sawatdii Kah, liebe ReisefreundInnen,...


...ich freue mich, dass ihr auch heute wieder virtuell mit mir nach Bangkok reist!
Nach unserem Besuch des Großen Palasts brachen wir auf, um eine der weiteren
Hauptsehenswürdigkeiten der Thailändischen Hauptstadt zu besuchen:


Immer noch 2. Tag, 21. Februar 2018
Unmittelbar südlich des Königspalastes befindet sich der Wat Pho, auch bekannt als
"Der Tempel des liegenden Buddha". Dieser Beiname ist allerdings eine ziemlich drastische
Reduktion, denn die Tempelanlage ist groß und hat weit mehr zu bieten als diese eine Statue
 - der berühmte und beeindruckende 46 Meter lange und 15 Meter hohe vergoldete liegende
Buddha ist aber zweifellos die Hauptattraktion des Wat Pho.





Hier fiel uns wieder einmal die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Thailänder auf, die uns
ungefragt zeigten, von welcher Nische aus die Statue besonders gut fotografierbar ist 😊. In dem
engen Tempel mit zahlreichen Säulen gestaltet sich das nämlich gar nicht so einfach. In der
unteren Collage seht ihr u.a. auch eine Dame in einem grünen "Bademantel". Im Gegensatz
zum Königspalast muss man sich im Wat Pho nämlich kein hässliches T-Shirt kaufen, wenn
Schultern oder Knie oder was auch immer nicht angemessen bedeckt sind, sondern kann sich
solch einen Mantel ausborgen.




Nach unserem Besuch beim liegenden Buddha sahen wir uns den Außenbereich der Anlage 
genauer an und legten auch ein Päuschen bei diesem schönen künstlichen Wasserfall ein:




Goldene Buddhas gibt es im Wat Pho eine ganz Menge, nicht nur den liegenden, sondern
auch sitzende, stehende ... Jede Handhaltung und jede Position hat eine eigene Bedeutung,
wobei wir uns nicht einmal einen Bruchteil davon gemerkt haben. Die Handhaltung unten
bedeutet jedenfalls Streit-Abwehr.




Mich begeisterten hier (und auch in der nächsten Tempelanlage) ganz besonders die traumhaften
Fliesen-Verzierungen der Chedis. Ich liebe ja Fliesenmosaike auch in unserer Kultur sehr, ob nun von
Hundertwasser, Niki de Sain-Phalle, Antoni Gaudi ...

 Außerdem erfreute ich mich an den wunderbaren Pflanzenarangements, die hier
überall in die Anlagen eingebunden sind - von riesigen Pappelfeigen (Bodhi-Baum / Buddhabaum)
über kunstvoll geschnittene Bonsais bis hin zu tropischer Blütenpracht.




Dann war es an der Zeit, den nächsten Tempel aufzusuchen - allerdings nicht mit dem Tuk-Tuk,
sondern teilweise zu Fuß, teilweise mit dem Boot, denn um vom Wat Pho (oder vom Königspalast)
zum Wat Arun zu kommen, muss man den Fluss Chao Phraya überqueren. Den Weg zum Fluss
säumen zahlreiche Läden für Souvenirs und geheimnisvolle Tinkturen - ich bin mir nicht sicher, ob
diese der Gesundheit dienen - vielleicht weiß es ja Tina, die mit Einheimischen unterwegs war?

Übrigens hofften wir bei unserem nächsten Ziel ganz besonders darauf, Tina zu treffen, und vom
Timing her hätte es dann auch beinahe gepasst. Wir kamen nur leider wegen zu vieler Wartender
nicht in den ersten "Wasserbus" hinein, und die Wartezeiten für dieses öffentliche Verkehrsmittel in
Bangkok sind leider ... pfft ... naja, man steht sich eben die Füße in den Bauch. Erhält zwischendurch
die zweifelhafte Gelegenheit zu beobachten, wie ein Wasserbus-Mitarbeiter an der Anlegestelle eine
Plastikflasche mit dem Fuß in den Fluss kickt (und sich - nach seinem Gesichtsausdruck zu schließen
- dabei ziemlich cool fühlt) ... Kommt später als erhofft zum nächsten Tempel - und verpasst Tina
auf diese Weise um etwa zehn Minuten... That's Life.






Weshalb der Wat Arun Tempel der Morgenröte genannt wird, obwohl er laut unserem Reiseführer
am schönsten in der Nachmittagssonne aussieht, erschließt sich mir nicht ganz, aber man muss ja
nicht alles verstehen. Auch warum es offenbar einige Menschen gibt, die das Bedürfnis verspüren,
Münzen auf Buddhastatuen zu werfen, begreife ich nicht. Vielleicht glauben sie, es bringt Glück?
Jedenfalls müssen es so viele gewesen sein, dass man sich beim Wat Arun bemüßigt fühlte, ein
Schild mit dem Ersuchen "Do not throw coins to Buddha" aufzustellen.





 Und ich wusste, bevor ich in den Wat-Arun'schen Schilderwald geriet, auch nicht, dass es in 
Thailand als Respektlosigkeit gilt, sich einen Buddha tätowieren zu lassen. Ich selbst kann zwar 
mehr mit Bildern an der Wand anfangen als mit Bildern auf meiner Haut, doch ich könnte mir 
vorstellen, dass jene, die ein Buddha-Tattoo tragen, dieses vor allem anfertigen ließen, weil sie sich 
dem Buddhismus nahe fühlen und somit ihren Respekt für Buddha signalisieren wollen... Woran 
man wieder erkennt, wir Menschen haben zwar alle sehr ähnliche Bedürfnisse, aber wenn es um 
Sitten, Bräuche und Tabus geht, kann es zu beachtlichen Mißverständnissen zwischen 
verschiedenen Völkern oder Bevölkerungsgruppen kommen...





Die Mosaike aus farbigem Glas und Porzellan
an den Türmen des Wat Arun werden aber vermutlich bei den meisten Völkern Anklang finden.
Der Tempel der Morgenröte gilt jedenfalls in Anbetracht der ansprechenden Architektur und der
feinen Handwerkskunst als einer der schönsten Tempel Thailands.




Nachdem wir diese Schönheit ausreichend gewürdig, und außerdem dort im Schatten ein wenig
ausgeruht und per SMS erfahren hatten, dass Tina mit Freunden und Familie bereits kurz vor unserer
Ankunft beim Wat Arun zu neuen Zielen aufgebrochen war, beschlossen auch wir, zu unserem Hotel
zurückzukehren, uns dort frisch zu machen und umzuziehen, und abermals in der Garküche  
"MAMA MIA BANGKOK" etwas zu essen. Und dann darauf zu hoffen, dass es zu späterer Stunde
noch mit dem Treffen von Tina und mir klappt...




Wie ich euch in meinem Blogbeitrag
Blaugrünes Wunder - oder asiatisches Überraschungs-Bloggertreffen! schon ausführlich
geschildert habe, klappte unser Treffen erfreulicherweise tatsächlich. Die Bilder dazu habe ich
 euch dort auch schon gezeigt, aber weil's so schön war, kriegt ihr sie jetzt abermals zu sehen.
Ich find's einfach wunderbar, dass aus dieser Begegnung mit Tina und ihrem Göga "am anderen
Ende der Welt" etwas wurde - und dass wir mit Spaß und Freude dabei waren, sieht man an den
Bildern wohl sehr gut 😊


Copyright mancher Tina-Traude-Fotos bei Tina (ich glaube, es sind die beiden oberen), der Rest bei uns...


Am nächsten Morgen war's dann für Edi und mich schon wieder an der Zeit, Bangkok
zu verlassen und uns Thailands nördliche Regionen genauer anzusehen. Ich hoffe, ihr wollt mich
auch dann wieder begleiten! Herzlichen Dank fürs bisherige Mitreisen und für euer Interesse! Und 
danke außerdem für all eure lieben Zeilen zu meinem Posting über die letzten rostrosigen 
Aktivitäten im April. Nun bin ich aber erzähltechnisch endlich im Mai angelangt, und
somit kann ich euch in meinem nächsten Blogbeitrag endlich von unserer entzückenden
Unternehmung am 6. Mai berichten 😊😉😎



Auch für eure Kommentare und Verlinkungen zu meinem letzten ANL-Beitrag sage 
ich herzlich DANKESCHÖN! Bis zum Abend des 1. Mai könnt ihr dort noch eure 
Postings rund um den Themenkreis Achtsamkeit + Nachhaltigkeit  + Lebensqualität 
= A New Life verlinken. Ich freue mich schon drauf - und die Welt freut sich darüber noch
mehr!


Fotos: Herr und Frau Rostrose
Herzliche Rostrosengrüße 
Eure Traude
๑๑☼๑๑☼๑๑☼๑๑☼๑๑☼๑๑





Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Tinas Freitagsoutfit, Sunnys neuem Linkup Fallen in Love
Color of the Month von Maren - Farbwunder Style,
den Modischen MatronenNaturdonnerstag von Jahreszeitenbriefe,
der Gartenglück-Linkparty, bei Achtsamkeit+Nachhaltigkeit+Lebensqualität=ANL
und bei einfach nachhaltig besser leben EiNaB




Hier könnt ihr euch zu den einzelnen Kapiteln meines Reiseberichtes klicken:







Montag, 14. Mai 2018

ANL #29 – TOMORROW Teil 3 – Nahrung für die Zukunft

Servus ihr Lieben!


Heute geht es weiter mit der Aktion  
ANL = Achtsamkeit + Nachhaltigkeit  + Lebensqualität = A New Life
- und mit dem Thema, das ich in meinen letzten beiden ANL-Beiträgen begonnen habe:
TOMORROW - haben wir eine Zukunft?


Vom "Füttern des Wolfes" möchte ich heute zur Fütterung eines ganz anderen, sehr gefährlichen
 Raubtieres kommen - zur Fütterung des Menschen nämlich 😉. Denn Ernährung war eines der
Kapitel im Dokumentarfilm #Tomorrow – die Welt ist voller Lösungen - schließlich werden in
nicht all zu ferner Zukunft etwa 10 Milliarden Menschen auf diesem Planeten leben und von
diesem Planeten genährt werden wollen. Es war zugleich DAS Kapitel, das mich von all den
interessanten und ansprechenden Themen des Films am stärksten angesprochen hat - böse
Zungen behaupten, weil ich gern esse 😋... 


 


Aber ich vermute, es hat vor allem damit zu
tun, welche Befriedigung es mir im Vorjahr bereitet hat, neben Apfelmus, Apfelstrudel & Co. auch
noch unseren Apfelessig selber zu machen und wie sehr ich es auch sonst schon seit Jahren schätze,
Pflanzen anzubauen, die man essen kann. Ich habe euch darüber in meinem vorigen Posting einiges 
erzählt und auch zu älteren Posts verlinkt, wo ihr z.B. unsere Kartoffelernte sehen konntet usw. Die 
eigene Nahrung quasi vom Saatkorn bis zur Ernte zu begleiten - das ist schön, das hat etwas 
Ursprüngliches, es ist tief in uns Menschen drin und gibt mir viel mehr als die heutige Arbeitswelt, 
bei der ich bloß einen Teil des Prozesses mitbekomme und die mich nur auf Umwegen ernährt.


Gartenschätzestrudel - den hatten wir mit lauter selbst angebauten Früchten gefüllt - und Kürbisblüten kann man auch essen 😊



Nun werden einige von euch vielleicht sagen, dass es ja recht nett ist, wenn man im eigenen 
Garten Äpfel oder Kartoffeln, Himbeeren oder Kräuter anbaut, aber dass sich damit niemand voll
 und ganz ernähren kann. Und dass selbst ein kleiner Bauernhof dafür nicht ausreicht.

🍓🍆🍏🍇🍅

Aus dem Film "Tomorrow" (und meinen Folge-Recherchen) habe ich jedoch gelernt:

  • Kleinbauern mit Familienbetrieben ernähren jetzt schon die Welt, denn sie sind produktiver als Großbetriebe - und sie verwenden weniger Chemie!
  • Von industriellen Betrieben kommt nur ein Bruchteil, weil sie ineffizient sind. Sie sind gut darin, Geld zu machen, aber schlecht im Nahrungsmittelanbau.
  • Die Chemie-Industrie, Hersteller landwirschaftlicher Geräte und Banken müssen uns, um Profit zu machen, das Märchen erzählen, dass industrielle Landwirtschaft notwendig ist - aber es ist nicht wahr.
  • Dies wird auch bestätigt durch Olivier De Schutter, UN-Sonderbeauftragter für das Recht auf Ernährung: 70 bis 75 % von dem, was wir konsumieren, wird von Kleinbauern produziert!
  • Industrielle Landwirtschaft kann keine Nahrung produzieren, ohne sowohl den Boden als auch das Leben der Bauern zu zerstören. Wälder werden zu Feldern, hinzu kommt Chemischer Dünger, Unkraut- und Insektenvernichtungsmittel ...
  • Die Nahrungsmittelriesen produzieren keine Lebensmittel, sondern leben von Patenten und Lizenzeinnahmen.

 🐂🐄🐔🐓🐑🐐🐏🐖


  • Große Betriebe produzieren große Mengen Rohstoffe, doch das meiste davon ist nicht Nahrung für Menschen, sondern Viehfutter. In Deutschland sieht das Verhältnis hierbei so aus: Auf knapp 60 Prozent der Landwirtschaftsflächen werden Futtermittel für die Tierhaltung, auf knapp 20 Prozent Lebensmittel angebaut. Auf den Anbau nachwachsender Rohstoffe für die Erzeugung von Biogas (vor allem Mais) und Biokraftstoffe (vor allem Raps), sowie zur stofflichen Verwertung entfallen weitere rund 21 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen. (Quelle: umweltbundesamt.de)


Topinambur-Ernte im Rostrosengarten im März 2018


Ein kleiner Bauernhof reicht also aus, um viele Menschen zu ernähren? JA! 
Wenn man sich an der Natur ein Vorbild nimmt!

Unter anderem wurde im Film Tomorrow die beeindruckende 
Permakultur-Farm von Charles und Perrine Hervé-Gruyer in der Normandie vorgestellt, die 
nicht groß, aber hochproduktiv ist. Perrine war früher internationale Anwältin, Charles war Seemann 
- mittlerweile gelten sie als die Botschafter der Permakultur in Frankreich. Was aber ist denn nun
Permakultur? Ganz kurz und vereinfacht gesagt: Man immitiert die Natur. Für eine ausführlichere 
Erklärung klickt bitte auf diesen Link. Das Credo der beiden: In Handarbeit produziert man 
auf wenig Boden so viel Ertrag wie mit einem Traktor auf zehnmal so viel Land!


 Bildquellen: KLICK / KLICK / KLICK / KLICK


Das Paar beweist eindrucksvoll, dass eine Fläche von 1000 Quadratmetern ausreicht, um ein
erfolgreiches Unternehmen zu betreiben. Und das, obwohl eine Bodenanalyse ihres Grundes 
zu Beginn eine geringe Fruchtbarkeit ergab! Doch der Boden wurde liebevoll gehegt, es wurde
auf Zwischenfruchtbau gesetzt - und mittlerweile wirft jeder Quadratmeter eine Ernte von 100 
Euro ab!

🍓🍆🍏🍇🍅 

Das (offene) Geheimnis des Erfolges ist manueller Anbau unter teilweiser Verwendung 
genialer Handgeräte. Auf kleinstem Raum können dadurch viele essbare Pflanzen nebeneinander 
angebaut werden, die einander gegenseitig unterstützen - in ein Beet von 80 cm Breite passen 
z.B. 24 Reihen mit drei verschiedenen Gemüsesorten! Nebenbei gibt es auch einen essbaren 
Waldgarten, der mittlerweile kaum noch Arbeit bedeutet. Im ersten Jahr konnten die beiden von
ihren 1000 qm Obst und Gemüse im Wert von 32.000,- Euro ernten, im Jahr danach im Wert von 
39.000,- und im dritten Jahr im Wert von 57.000,- Euro. Der Ertrag entspricht also ungefähr dem, 
was andere Bauern auf einem Hektar Land anbauen. 


 


Zehn Minuten von der britischen Kleinstadt Todmorden entfernt befindet sich die
Farm von Nick Green. Ihr seht ihn auf der unteren Collage links - mit der hübschen Gans auf dem
Arm 😊. Er ist Doktor der Biochemie und Spezialist in Agrarökologie und begann zunächst einmal
im Kleinen, sich mit Permakultur zu beschäftigen. Nach drei Test-Jahren ging es ernsthaft los und
es wurden auch Nachwuchskräfte ausgebildet: Auf einer Fläche von gerade mal 300 Quadratmetern
wird hier nun etwa eine halbe Tonne produziert! (Umgerechnet auf 1 Hektar Land wären das 14
Tonnen pro Jahr - und das ist, wie Nick Green treffend bemerkt, eine Menge zu Essen!)

🍓🍆🍏🍇🍅 

Die beiden Fotos auf der rechten Seite der Collage stammen ebenfalls 
aus dem Städtchen Todmorden. Dort hatten zwei Frauen die wunderbare Idee, dass man in 
den Blumenkästen der öffentlichen Anlagen Gemüse oder Erdbeeren anbauen könne, dass statt 
Zierbäumen in Parks auch Obstbäume wachsen könnten und zugleich, dass sich die Einwohner
 mehr einbringen, mehr Verantwortung übernehmen und Netzwerke schaffen sollten. Und so 
gründeten die zwei Frauen die Initiative "Incredible Edible Todmorden". Es handelt sich dabei um 
eine absolut schöne, mich berührende Sache, über die ihr HIER mehr erfahren und euch inspirieren 
lassen könnt. Denn ich denke, eine "unglaublich essbare Ortschaft" wie diese kann überall
entstehen!*) Und damit dann auch interessante Gespräche und nette Gemeischaften! 

 Falls ihr ebenfalls solch ein Projekt plant: Lasst euch nicht entmutigen, wenn Gemeindepolitiker
 zunächst zögerlich oder gar unwillig reagieren oder euch mit Verwaltungskram zumüllen wollen. 
Die Verantwortlichen in Todmorden bzw. im Bezirk Calderale waren zunächst auch völlig 
überfordert. Inzwischen sind sie begeistert vom Feedback, das sie dafür bekommen, und dieser 
Bezirk bietet seinen 200.000 Einwohnern seit 2013 ungenutztes Land an, um dort Nahrungsmittel 
anzubauen!

*) Sogar in der Großstadt Wien gibt es inzwischen ähnliche Initiativen: Lest dazu den Artikel  
Gemeinsam garteln im Gemeindebau, in dem über die mobilen Beete berichtet wird, durch die Innenhöfe in 
Gärten verwandelt werden. Durch den gemeinsamen Anbau von Obst und Gemüse entsteht ein neues Miteinander
 in der Wohnanlage.



 Bildquellen: KLICK / KLICK / KLICK / KLICK


Last but not least kommen wir zu dem jungen Mann links unten in der Collage - von ihm stammt
im Film Tomorrow die sinngemäße Aussage "Es ist harte Arbeit, aber es ist befriedigend, mit dem
Erdboden verbunden zu sein." 

Der Mann ist einer der ca. 20.000 Freiwilligen des Urban Gardening Projektes
Keep growing Detroit. Gerade in einem Land wie den USA, wo Lebensmittel im Schnitt 2.400 
Kilometer vom Anbau bis zum Verbraucher zurücklegen, ist die Hintergrundgeschichte zu diesem
Projekt eine ganz besondere Erfolgs-Story: Nachdem in Detroit die Autoindustrie und somit die
gesamte Wirtschaft den Bach hinunter gegangen war, beschlossen jene, die in der Stadt bleiben
mussten, aus der Not eine Tugend zu machen. Und so entstand aus Nahrungsmittelknappheit etwas
Neues, ganz Wunderbares: Produktion auf lokaler Ebene mit inzwischen (Stand 2017) mehr als
1.500 Bio-Farmen und Bio-Gärten!

🍓🍆🍏🍇🍅


Karen hat in ihrem Blog Allegrias Landhaus auch sehr eindrucksvoll über ihren Besuch auf
einem Permakultur-Bauernhof erzählt. Und mir in ihrem Kommentar diesen Link mit einem 
inspirierenden Filmchen über einen essbaren Wald geschickt!

Wie gefällt euch die Permakultur-Idee? Kennt ihr selber solche Bauernhöfe oder Gärten? 
Könnt ihr euch vorstellen, in einer "essbaren Ortschaft" zu leben bzw. so etwas sogar selber zu 
initiieren? Würdet ihr gern einen essbaren Wald pflanzen? Ich bin jedenfalls schwerstens motiviert, 
mein Stückchen Land immer mehr zu einem "essbaren" zu machen! 😊






Nun, ihr Lieben, freue ich mich sehr auf eure Blogbeiträge, die 
die Welt ein Stückerl besser machen. Denkt daran: Jede gute Idee kann ansteckend wirken!
Erzählt oder zeigt uns bitte jede Kleinigkeit, mit der ihr die Welt zu einem besseren Platz
macht bzw. die zu den Begriffen Achtsamkeit, Nachhaltigkeit, Lebensqualität passt.

Denkt bitte auch daran, in euren Postings mit folgendem Link auf die Aktion A New Life 
hinzuweisen: http://rostrose.blogspot.co.at/p/anl.html 
Unter diesem Link findet ihr auch weitere Informationen und Tipps zu ANL!


Herzliche Grüße von eurer Traude



🍓🍆🍏🍇🍅
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PS:

🍓🍆🍏🍇🍅
Hier noch ein paar wichtige Petitionen und Informationen:

  • Ein Skandalaufdecker hat heimlich auf einem Tiertransportschiff gefilmt: Tausende Schafe, die auf einem schmutzigen Schiff eng zusammengepfercht, in brennender Hitze lebendig zu Tode kochen. Millionen Nutztiere werden jährlich auf gleiche Weise transportiert! Aber im Vorfeld eines globalen Tierschutz-Gipfels bewegt sich jetzt bei vielen Regierungen etwas. Bereiten wir diesen Todesfrachtern mit einem massiven Aufruf ein Ende. Unterzeichnet jetzt: Stoppt die Tiertransport-Todesfrachter
  • Unser täglicher Konsum hat schreckliche Folgen: Um Rindfleisch, Soja, Palmöl, Kakao und andere Agrarrohstoffe zu produzieren, fallen die Wälder der Erde Motorsäge und Bulldozer zum Opfer. Die Ausweitung der Plantagen und landwirtschaftlichen Betriebe führt auch zu Zwangsräumungen, Gewalt, Sklavenarbeit und Mord an lokalen Gemeinschaften und Umweltschützern. Unterzeichnet jetzt: Die EU muss die Abholzung der Wälder stoppen!
  • Nestlé pumpt im französischen Ort Vittel Mineralwasser ab, während die Einwohner bald per Pipeline versorgt werden müssen. Auch ökologisch ist das Geschäft schädlich: Der Grundwasserspiegel fällt rapide. Das Wasser wird in Plastikflaschen Hunderte Kilometer weit transportiert. Das unnötige Geschäft mit Wasser muss aufhören. Unterzeichnet jetzt die Petition: Nestlé, stoppt den Wasser-Irrsinn!
  • Erschütterndes Video: Greenpeace hat im März und April in einem Regenwald-Gebiet in Indonesien gefilmt – und eine Zerstörung in kaum vorstellbarem Ausmaß aufgedeckt. Hier wird Regenwald vernichtet – für Nestlé, Unilever und Co: KLICK
  • 10 Dinge, die du tun kannst, um den Bienen zu helfen 
  • 11 Pflanzen, die deinen Garten oder Balkon in eine Bienenweide verwandeln

 🐂🐄🐔🐓🐑🐐🐏🐖
  • Abschließend einige interessante Ergänzungen zum oben angerissenen Thema Viehwirtschaft: Das Vieh, für das das Futter angebaut wird, soll zwar auch der Ernährung von Menschen dienen, doch jede Form der Fleischproduktion ist extrem ineffizient, was die Kalorienausbeute betrifft.
  • Zitat aus einem GEO-Interview mit dem Thema "Fleischkonsum und Klima": "Man braucht im Schnitt mindestens sieben pflanzliche Kalorien, um eine Kalorie Fleisch zu produzieren. Fünf Kalorien gehen nur für den Stoffwechsel der Tiere drauf. Wir verfüttern 40 Prozent der Weltgetreideernte und 85 Prozent der Sojaernte an Nutztiere - und produzieren daraus primär Exkremente. Unter dem Gesichtspunkt der Welternährungssituation ist das natürlich Wahnsinn."  (Wobei man die Exkremente wieder gut als Dünger verwenden könnte 😉 Aber das ist ein anderes Thema.)
  • Es kann wohl niemand auf Knopfdruck oder durch Zwang zum Vegetarier oder Veganer werden - aber wenn jeder Nicht-Vegetarier beschließt, auch nur einen Tag in der Woche (oder - wie ich es mache - einmal mehr als bisher pro Woche) kein Fleisch zu essen, ist schon einiges erreicht: Jede Person, die 1 x pro Woche auf Steak, Kotelett, Würstchen & Co. verzichtet, erspart der Welt 300 kg CO2 im Jahr. (Das ist die Menge, die ein Baum in 70 Jahren absorbiert.) Über den folgenden Link kommt ihr übrigens zur entsprechenden Campagne von Avaaz Beenden wir das unerträgliche Leid der Tiere.


🍓🍆🍏🍇🍅
Und hier geht's nun zum ANL-Linkup:


Mittwoch, 9. Mai 2018

Noch ein bisserl was vom April 2018 - Teil 2

Servus ihr Lieben, ...


...es geht weiter im Text! Danke für all eure Komplimente zu unseren Greifvogel-Fotos und eure
sonstigen liebenswerten Kommentare zum ersten Teil meiner April-Rückschau. Darin habe ich
auch angekündigt, dass ich euch heute erzählen werde, was sich getan hat, nachdem ich mit
Transition Austria in Kontakt getreten bin.

Aber bevor ich das mache, zeige ich euch zur Einstimmung meine rot- und meine weißblühenden
Erdbeerpflanzen, den ersten Sonnenblumentrieb, meine Kirschtomatenpflänzchen, Kater Maxwell,
der durch unseren Frühlingsgarten stromert und rote Pelargonien, die unserer Terrasse ein wenig
Farbe verleihen sollen. Und im Verlauf des heutigen Posts wird es noch weitere Gartenfortschritt-
Fotos sowie ein paar Collagen für Outfit-Interessierte geben.




Ja, da ist einiges am Wachsen und Sprießen - 
und das ist wiederum ein Themenkreis, der gut zur Wiener Universität für Bodenkultur passt. 
Wenn ihr euch die Homepage der "BOKU" anseht, werdet ihr feststellen, dass sich diese Institution 
unter anderem der Nachhaltigkeit verschrieben hat und dass sie sich als Lehr- und Forschungsstätte 
für erneuerbare Ressourcen versteht, die eine Voraussetzung für das menschliche Leben sind. (Zitat: 
Grundsatz einer nachhaltigen Entwicklung ist es, so zu wirtschaften, zu produzieren und zu leben, 
dass die Grenzen der ökologischen Tragfähigkeit unseres Planeten nicht überschritten werden.)

Was hat Frau Rostrose mit der BOKU zu tun?
Als sehr junge Frau war ich mal auf einer feucht-fröhlichen BOKU-Party, das war bislang mein
einziger Berührungspunkt. Aber dann nahm ich mit Franz Nahrada, Zukunftsforscher und
Mitinitiator von Transition Austria via Facebook Verbindung auf, wir führten in der Folge ein
ausführliches und interessantes Telefonat - und er lud mich kurzerhand zu einem Symposium
der Österreichischen HochschülerInnenschaft zum Thema "Die Welt verändern lernen" ein. Denn
wie der Zufall oder das Schicksal es wollte, fand diese Zusammenkunft nur wenige Tage nach
meiner Kontaktaufnahme mit Franz in der BOKU statt. Leider konnte Franz Nahrada selbst aus
gesundheitlichen Gründen nur via Skype dabei sein, und sein (toller) Vortragstext wurde von
einer Kollegin verlesen, aber ich hoffe, dass er bald wieder ganz gesund ist und dass sich aus
diesem Kontakt noch ein positives gemeinsames Welt verändern ergibt (wie auch immer das
aussehen mag - warten wir's ab).


Das Wilhelm Exnerhaus ist nur ein Teil der BOKU; die Veranstaltung, zu der ich geladen war, fand  in einem 
moderneren (und m.M.n. weniger fotogenen) Gebäude dahinter statt - dem Schwakhöferhaus.

Was gab's dort zu erfahren?
Ich kann euch jetzt natürlich nicht sämtliche Inhalte der Vorträge wiedergeben und auch nicht,
was bei den anschließenden Kleingruppen-Workshops alles herausgekommen ist, aber ein paar
Details, die ich von dort mitgenommen habe und die euch eventuell auch interessieren, werde
ich euch erzählen. Ihr könnt davon ausgehen, dass dieser Nachmittag / Abend spannend war und
ich vieles dabei gelernt - aber auch ein bisserl was dazu beigetragen habe.


Nachhaltiges Rostrosen-Outfit fürs BOKU-Event: Shirt aus Hanf von H*ssnatur, Öko-Baumwolljackerl aus dem 
Secondhand-Shop, Fair-Trade-Rock aus dem Weltladen, Gürtel ehemaliger Kameratragegurt, Sandalen Waschb*r 
Umweltversand


Es war ein Zusammentreffen der Generationen - blutjunge Studenten ebenso wie Vertreter der
Generation, die einst gegen das AKW Zwentendorf demonstriert oder die Hainburger Au besetzt
 hat, womit der umweltzerstörerische Bau eines Wasserkraftwerkes verhindert wurde (beides
Meilensteine in Österreichs Demokratiepolitik). Der älteste Symposiums-Teilnehmer - der
mittlerweile 87jährige Philosoph und Begründer der New Work-Bewegung Frithjof Bergmann
- war via Skype von Michigan / USA aus mit dabei. Es tat gut zu erleben, wie Alt und Jung an
einem Strang ziehen, um die Welt wieder zu einem besseren Platz zu machen. Es war deutlich zu
spüren, dass dieses Interesse vorhanden ist... Ich wünsche mir daher sehr, dass der Prozess
weitergeht - und dass ich weiterhin ein Teil davon sein kann!


Mit der Transition-Bewegung könnt ihr alle übrigens in Kontakt treten, wenn ihr nach Möglichkeiten sucht, euch mit 
Gleichgesinnten außerhalb der Bloggerwelt zu vernetzen: Er gibt u.a. Transition Initiativen in ganz Deutschland
Transition Initiativen in Österreich und Transition Initiativen in der Schweiz Deren Motto lautet:  
Wir fangen einfach mal an. Der Wandel ist möglich … 
oder kurz gesagt: „Einfach. Jetzt. Machen“

 


In einer Pause unterhielt ich mich u.a. mit einem der Studenten, der mit mir in einer der
Arbeitsgruppen gewesen war, und er erzählte mir, dass er sich nicht nur aus Geldmangel, sondern
 vor allem aus Überzeugung von Lebensmitteln ernährt, die sonst zu Müll würden - teilweise also
 aus Sozialshops, teilweise tatsächlich aus Supermarkt-Müllcontainern. Auf diese Weise käme er eben
auch zu solchen Luxusartikeln wie Mangos oder Ananas, die er sich niemals kaufen würde, da sie
teuer sind und von weit her gekarrt werden. Aber vor allem würde er Essbares vor einem unwürdigen
Ende bewahren. Ich finde das toll, denn Lebensmittel sind viel zu wertvoll, um sie in die Tonne zu
klopfen - und zum Glück gibt es jetzt schon mehr Bestrebungen auch vonseiten der Händler, Essbares
nicht zu vergeuden.

Zu dem Gespräch kam dann ein Mann aus der Vorkriegsgeneration hinzu, der einen weisen
Vortrag gehalten hatte, und der wiederum meinte, man wisse heute viel zu wenig über die Dinge, die
 in der Natur wachsen und essbar oder nutzbar wären. Ich konnte bei der Gelegenheit einflechten,
dass Efeu zwar nicht essbar, aber ein tolles Waschmittel *) wäre - und erweckte damit einiges
Interesse. (Der Student möchte es unbedingt ausprobieren und der Vortragende erzählte es später
einem anderen weiter. Kreise ziehen ist schön und macht Spaß!) 

*) Dazu will ich euch den Kommentar von Astrid nicht vorenthalten, die mir folgendes schrieb: 
"Endlich habe ich angefangen, die Wäsche mit Efeu zu waschen, als erstes meinen Lieblingsbettbezug. Endlich 
kein unangenehmer synthetischer Duft! Und so weich! Ich bleib dabei!" Ich freue mich sehr darüber, liebe 
Astrid! 😊





Der junge Mann (er studiert Biologie) erzählte uns, dass früher besonders gern Linden als
Hausbaum gepflanzt worden wären - das habe unter anderem damit zu tun, dass Lindenblätter essbar
sind. Mittlerweile habe ich die Sache im Internet nachgeschlagen; nun weiß ich, dass man die jungen
Lindenblätter roh oder gekocht verwenden kann und dass auch Lindenblüten nicht nur als Heiltee gut
schmecken. Und dass die Linde auch noch manche andere positive Bedeutung für Menschen hat - als
Bienenweide für köstlichen Lindenblütenhonig oder einst zur Herstellung von Seilen, Matten, Taschen,
Kleidung aus den Fasern des weichen Lindenholzes. Kein Wunder also, dass der Lindenbaum früher
als heilig galt (ebenso wie beispielsweise der Hollerbusch, der für Menschen und Tiere von großem
Nutzen ist). Ja, das waren noch Zeiten, als man DIE NATUR als heilig verehrt und geschätzt hat.

 Beim Googeln habe ich von einigen weiteren Bäumen erfahren, deren Blätter (solange sie jung und
zart sind), von Menschen roh oder gekocht genossen werden können: Ahorn, Birke, Buche, einige
Obstbäume wie Apfel, Birne, Kirsche... HIER könnt ihr euch Genaueres zum Thema "essbare
Bäume" durchlesen. Ich denke, angesichts der Prognosen, dass die menschliche Ernährungs-Situation
 in den nächsten Jahrzehnten schwieriger (oder jedenfalls anders) werden soll, kann solch ein Wissen
nicht schaden.

Ich werde vermutlich in weiteren Posts noch das eine oer andere Mal auf Dinge zurückkommen,
die ich beim Symposium "Die Welt verändern lernen" erfahren habe, aber damit es euch nicht zu
viel wird, zeige ich euch jetzt mal wieder ein paar Bilder aus unserem Garten, die teilweise auch
mit "Essbarem" zu tun haben.



In der oberen Collage seht ihr nämlich links oben zwei neu gepflanzte Rotblättrige Zellernuss-
Sträucher (eine Haselnuss-Sorte), für die ein ausladender Hartriegelstrauch weichen musste. Davor
stehen (noch in Töpfen) zwei angeblich winterharte Bananenstauden und links davon haben wir auch
noch eine Heidelbeere eingesetzt, die für jeden Gartenboden geeignet sein soll. An den Skabiosen in
der oberen Collage haben vor allem Bienen und Schmetterlinge ihre Freude. Und im duftenden
Flieder waren heuer enorm viele grün-schillernde Rosenkäfer unterwegs! HIER übrigens einiges
Wissenswertes über Rosenkäfer und ihre nützlichen (!) Larven (sowie auch über Mai- und Junikäfer).

Und hier zeige ich euch nun, was sich in unseren Hochbeeten tut. Zunächst mal ein Blick auf die
Beete, wie sie Anfang April aussahen: gefüllt mit guter Erde und (Eigenbau-)Kompost, frisch
besät - und kahl. Da könnt ihr auch gut erkennen, dass wir keine teuren Edel-Hochbeete haben,
sondern schon seit mehreren Jahren vier preisgünstige Holz-Kompostmieten aus dem Bauhaus zu
diesem Zweck verwenden. Wenn ihr mehr Zeit habt als wir oder handwerklich begabter seid, könnt
ihr solche Teile natürlich gut selber bauen - das sind ja nur schlichte, ineinander gesteckte Holzlatten.


Die Erde in unseren Hochbeeten ist torffrei und bio, schließlich bauen wir hier ja ESSEN an. Da will ich keinen Dreck drin haben.



Zwischen die Beete passte gerade noch ein alter Tisch, der hier mehrere Funktionen übernimmt:
Einerseits dient er mir als Pflanztisch und als Möglichkeit, hier noch Pflanztöpfe- z.B. mit Kräutern
oder Pflücksalat - abzustellen, andererseits haben wir inzwischen eine automatische Gießanlage
draufgestellt, die wir aber nur nützen, wenn ich nicht genug Zeit habe, um mich persönlich um meine
Pflänzchen zu kümmern. Ich versuche ihnen nämlich normalerweise einige liebevolle Zuwendung
 zu geben.

Und wie ihr unten auf den Fotos von Anfang Mai seht, danken sie es mir: Ganz besonders üppig
sieht es bereits im Topinambur-Beet aus. Obwohl ich im frühen Frühjahr schon so viele Knollen
geerntet und verarbeitet habe, gibt es immer noch reichlich Topinamburpflanzen für neue Ernten. Es
ist besser, Topinambur in Töpfe oder Hochbeete zu setzen oder mit einer Rhizomsperre zu pflanzen,
weil sie im Garten einen zu großen Ausbreitungsdrang entwickeln können. Andererseits sind sie
nahrhaft, ertragreich, sehr gesunde Schlankmacher und hübsch anzusehen, denn sie blühen wie kleine
Sonnenblumen.

Zwischen den Hochbeeten steht ein ehemaliger Balkonblumenkasten aus Kunststoff, in dem Pflücksalat und Rucola wächst, 
und aus kleinen Körbchen und Töpfen treiben schon die ersten Blätter der Kapuzinerkresse.



Im zweiten Hochbeet
habe ich Erdäpfel angesetzt - und zwar wie immer nicht mit gekauften Saat-Kartoffeln, sondern
mit solchen, die mir über den Winter ausgewachsen sind. In diesem Posting aus dem Jahr 2009
habe ich euch beschrieben, wie ich das mache - und da könnt ihr auch schon dieselben Hochbeete
erkennen, die wir heute noch benützen - und in diesem alten Beitrag könnt ihr euch unsere schöne
Ernte von damals ansehen. Im dritten Hochbeet wachsen Zwiebel und Knoblauch, im vierten
Zuckererbsen / Kaiserschoten (können samt Hülse gegessen werden) sowie mehrfärbiger Mangold.

Unten zeige ich euch, worüber sich viele Bienen schon gefreut haben - und worüber sie sich noch
freuen werden. Auf einem steinernen Hügel, der mal eine wohl organsierte Kräuterspirale war, hat
sich längst jede Menge Thymian ausgebreitet und die meisten anderen Kräuter verdrängt. Er blüht in
jedem Frühling wunderschön und würzig duftend. Purer Insekten-Magnetismus! Leider ist der Efeu
bis in den Thymian gekrochen und hat wiederum ihn ziemlich stark bedrängt.






Deshalb haben wir die beiden Efeu-Kegel heuer entfernen lassen. (Es wuchert immer noch
mehr als genug Efeu in unserem Garten, um damit Wäsche zu Waschen, den Boden zu bedecken,
Wände zu begrünen...) Am unteren Ende der Kräuterspirale wächst jede Menge Zitronenmelisse.
Und in den Blumentöpfen, die ihr in der oberen Collage seht, sprießen schon viele Bienenfutter-
Pflanzen, die heuer im Sommer hoffentlich alle wunderbar erblühen werden!


Nun geht's aber um ganz andere Blüten ... nämlich um aufgebügelte - und somit wieder einmal
 um ein DIY-Kleidungs-Rettungsmanöver.


Vielleicht werde ich noch ein paar weitere Blümchen aufbügeln, mal sehen...




Denn als ich feststellen musste, dass in meiner alten, bequemen
Baumwoll-Longjacke die Motten gewütet hatten, dachte ich sofort an meine Rettungsaktion
der schwarz-weißen Sternenbluse (KLICK) und dass ich etwas Ähnliches ja auch mit dieser
Jacke machen könnte. Diesmal fand ich, dass rosa Blümchen sich gut darauf machen könnten,
und so bügelte ich diese Blümchen auf die (zuerst mit Nadel und Faden geflickten) Motten-
löcher. Und trug die Jacke an einem der vielen wunderbaren Apriltage zu meinem ebenfalls
sehr bequemen dunkelgrünen Rosenkleid vom Flohmarkt und dem Alle-Farben-Fair-Trade-
Gürtel vom Weltladen. Sandalen von Waschb*r.






Zu den pinken Blümchen auf der Jacke und den rosanen Rosen auf dem Kleid passen
 thematisch diese Röslein in wunderschönen Pink, die ich im Supermarkt bei den Fair-Trade-
Rosen entdeckte und mitnahm, weil sie nicht mehr ganz frisch und daher preislich herabgesetzt
waren. Als sie nach ein paar Tagen ihre Köpfe hängen ließen, knipste ich die schönsten ab
und ließ sie trocknen. So machen sie mir auch weiterhin noch Freude.




Pink - ihr wisst ja, das ist die von Maren für den Mai ausgerufene Farbe des Monats.
Und Maren vertritt die Auffassung, dass Pink und Orange wunderbar harmonieren. Für mich sind
beides Farben, die ich als junge Frau nicht zu tragen wagte, weil ich fand (oder weil es die gängige
Meinung war?), dass sie nicht zu roten Haaren passen. Echtes Pink mit stark erkennbarem Blauanteil
mag ich an mir noch immer nicht - die Farbe tut mir sogar hier im Text weh, aber ich lasse sie drin,
damit ihr den Unterschied zu Rosa seht.

Im Zusammenhang mit Orange änderte ich meine Meinung irgendwann in den späten 1980ern, als
ich in Amsterdam eine hübsche Rothaarige selbstbewußt in strahlendem Orange durch die Altstadt
 flanieren sah. Ich kaufte mir noch während desselben Urlaubs in einem A-damer Laden eine
orangefarbige Jacke und eine schwarze Hose mit Ornamenten in Orange.



Altbekanntes rosa Shirt aus Leinen, vom Kaffeeröster; Ketten: Mitbringsel aus Namibia; Rock: Mitbringsel aus Thailand; 
Schuhe vom Umweltversand Waschb*r

Für Rosa brauchte ich (trotz "Pretty in Pink") eine Weile länger - und die Kombination aus
beidem finde ich (trotz schöner Asiatinnen, die diesen Farbenmix ganz selbstverständlich tragen)
immer noch ziemlich mutig. Aber ich hab mich getraut - ich war so im Büro! (Und ich finde
ROT als "Vermittlerfarbe" dazu ziemlich gut 😊)

 In meinem Garten gibt es alle möglichen Blütenfarben - hier mag ich Rosa sogar sehr gern,
eine Zeitlang pflanzte ich fast ausschließlich weiße, rosane und lila-blaue Blümchen, mochte
aber dafür Blumen in rot, gelb und orange nicht so gern. Inzwischen hat sich das geändert, der
Garten darf wieder bunt sein. Im Moment ist frisches Grün noch die (wohltuende) Hauptfarbe...




Für das Mai-Thema der Modischen Matronen lasse ich aber ausnahmsweise die Buntheit
beiseite und greife auf eine Kleidungsfarbe zurück, die ich (so wie rosa und orange) erst für
mich entdecken bzw. lieben lernen musste. Denn in weißen T-Shirts konnte ich mich nicht
leiden - blass, langweilig, einfach nicht "Traude" - in weißen Hosen fand ich mich dick, und
erst als ich kubanische Musiker jedes Alters und jeder Größe in weißer Kleidung auf der
Bühne erlebte, konnte ich erkennen, welche Lebensfreude und Power in diesem Farbton liegt.
Weiße T-Shirt und eng anliegende weiße Hosen mag ich an mir immer noch nicht - aber es
gibt ja auch anderes - und so bin ich also mit dabei bei ALL WHITE!


Cremeweißes Kleid von Z*ra: ein paar Jahre alt aus meiner "weißen Phase" und eigentlich ein Fehlkauf, weil es einen 
engen Halsausschnitt hat, der hinten zu knöpfen ist. Ich trage das Kleid daher verkehrt herum - es sieht bis auf den Knopf 
vorne und hinten gleich aus - und lasse den Knopf offen. Am besten gefällt es mir mit dem Häkelblumenshirt, das ihr 
schon häufig an mir gesehen habt. Hose: Leinen, alt, Sandalen alt, Kette: Kur-Mitbringsel.


Nun wünsche ich noch allen, die morgen frei haben, einen schönen Feiertag oder vielleicht
sogar ein wunderbares verlängertes Wochenende! Mein nächstes Posting wird aller Voraussicht
nach der ANL-Beitrag ab 15.5. sein, in dem es wieder um
Achtsamkeit + Nachhaltigkeit  + Lebensqualität = A New Life
geht, das heißt, alle die schon sehnstüchtig auf weitere Thailand-Schilderungen warten, haben
hoffentlich noch etwas Geduld. Und auch aus dem eigenen Land habe ich euch bald über eine
total entzückende Unternehmung zu berichten - aber wie gesagt, das dauert noch, ich komme ja
mit dem Erzählen kaum hinterher  - und ein "Real Life" hab ich auch noch ... 😉

 
Herzliche Rostgrosengrüße,
eure Traude


Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Tinas Freitagsoutfit, Sunnys Linkup Fallen in Love
Color of the Month von Maren - Farbwunder Style, Style Splash,
den Modischen MatronenNaturdonnerstag von Jahreszeitenbriefe,
der Gartenglück-Linkparty, bei Achtsamkeit+Nachhaltigkeit+Lebensqualität=ANL
bei der Pfauenauge-Naturgartenblogparade und bei einfach nachhaltig besser leben EiNaB


Freitag, 4. Mai 2018

Noch ein bisserl was vom April 2018 - Teil 1

Servus ihr Lieben,


vielen Dank für eure Besuche und Kommentare bei meinem vorigen Beitrag, in dem ich euch nach 
Bangkok entführte, um euch dort den Großen Palast zu zeigen, und danke auch für eure lieben Zeilen 
zu meinem Posting Was für ein April!, in dem's unter anderem einiges aus dem Rostrosengarten und 
aus der regelrecht explodierenden Natur zu sehen gab.

Auch heute (und in meinem folgenden Posting) werfen wir noch einen Blick zurück zum April,
und es wird dabei ebenfalls einige Naturschönheiten und somanches altehrwürdige Gebäude zu
bewundern geben - zwar keinen Königspalast, aber immerhin ein Schlössel, eine Burg und eine
Universität. Und für alle an modischen Themen Interessierten gibt es auch wieder einen Blick in
den nachhaltigen rostrosigen Kleiderschrank.




Gabi ("Luna") kenne ich seit meinen frühesten Bloggertagen, habe mich mit ihr 
schon einige Male getroffen (zum Beispiel HIER oder HIER) und bin mit ihr auf Facebook in 
Kontakt geblieben. Am Wochenende 21. / 22. April lud sie ins Belvedereschlössl in Stockerau - 
 ein ehemaliges Rittergut aus dem 16. Jahrhundert - zur Ausstellung "Schönes für dich und mich" 
ein. Und am 22. April hatte Familie Rostrose Zeit, Lunas Einladung nachzukommen.


Nein, ich bin nicht Oma geworden 😉



Luna zeigte dort ihre kunstvollen Rebornbabies, die mit ihren realistisch gestalteten
Gesichtern und Körpern auf den ersten (und manchmal auch auf den zweiten) Blick mit echten
Babies verwechselt werden können. Und da sie auch so viel wiegen wie echte Babies, konnte ich
mich dem Bedürfnis nicht erwehren, dem kleinen Zwutschkerl in meinen Armen das Popotschi
zu tätscheln 😉😊.



Auch anderes Kunsthandwerk - Gehäkeltes, Gefilztes, aus Beton Gegossenes oder Geformtes usw. - gab es im 
(in den 1980ern liebevoll renovierten) Schlössl zu sehen. Der Häkelstil links nennt sich "Tunesisch Häkeln"...


Unten seht ihr nochmal genauer, was ich zu diesem Anlass trug.
Die Hauptfarbe meines Outfits ist zwar frühlingshaftes Grün - ihr könnt euch bestimmt noch an die
selbst gefärbte Hose erinnern - doch bestimmt werden euch auch die "pinken Einstreuungen" auf dem
Shirt, der Bauchtasche und dem Hutband auffallen. Die haben mit Marens Farbe des Monats zu tun.
Das weiße Blüschen drüber ist wohl nicht ganz ausreichend, um zum Thema der Modischen
Matronen All White zu passen - aber dafür bedeckt es die Schultern schön (gell, Maren 😉)...

Wenn ich also das nächste Mal in den Bangkoker Königspalast will, zieh ich es mir drüber, um bissigen 
Bös-Hexen gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen. (Ich hatte die Bluse ja sogar in Thailand mit dabei!)




Da Stockerau nicht ganz in unserer Wohnnähe liegt (etwa eine Autostunde von Rostrosenhausen
entfernt), verbanden wir unseren Besuch dort mit einer weiteren Aktivität in der Nähe. Unser letzter
Besuch bei der Adlerwarte der Burg Kreuzenstein lag immerhin drei Jahre zurück. Höchste Zeit
also, wieder einmal eine der sehenswerten Greifvogel-Flugshows dort zu besuchen.




Es war schön, dort auch einige "alte Bekannte" wiederzusehen - und damit meine ich nicht
nur das tolle Falkner-Team (wobei es da auch - für uns - ganz neue Gesichter gab), sondern
außerdem ein paar der gefiederten Flugartisten, die wir schon 2014 kennengelernt haben - wie z.B.
die Wüstenbussarddame Shakira, den Truthahngeier Stinki, den Mönchsgeier Schurli - und unseren
besonderen Liebling, die Gänsegeier-Dame Vroni, in die wir uns damals (unerwarteter Weise)
richtiggehend verguckt haben 😊 Falls ihr mehr über die Tiere und die Veranstaltung wissen
möchtet - HIER geht's zu meinem Posting von damals. Und hier unten nun ein paar fotografische
Eindrücke vom April 2018:




Die Wüstenbussarde ließen sich wieder mitten im Publikum nieder - unten sitzt Shakira
z.B. direkt neben Edi (ihr seht seine Hand, die die Kamera hält. Da er diesmal das große
Objektiv aufgeschraubt hatte, war sie allerdings viel zu nahe für ihn - dieses Foto musste also ich 
übernehmen - doch dafür gelangen ihm mit dem Monsterobjektiv tolle Aufnahmen der weiter 
entfernten Vögel...)


Vroni und ihre "Kollegin" (Bonnie?) beim eleganten Formationsflug - hier mit Edis Sigma 150-600 Objektiv ganz federnah...
Aber auch mit dem kleineren Objektiv (Nikon Nikkor 18-200 mm) gelingen schöne Flugaufnahmen...
Der Weißkopfseeadler, was für ein Pracht-Tier!



Der fotogene Uhu heißt Manni - er ist der Nachfolger von Andi, mit dem ich mich seinerzeit
fotografieren ließ. Diesmal ließ sich meine Tochter Jana mit ihm ablichten - aber Manni war
irgendwie nicht ganz bei der Sache. Oder hat ihm Jana "den Kopf verdreht"? 😉




Soviel also zu diesem spannenden und schönen Tag!
Eine andere interessante Sache erlebte ich ein paar Tage danach - aber darüber möchte ich euch erst
im zweiten Teil meiner April-Rückschau Näheres erzählen. Für heute begnüge ich mich damit, euch
ein paar weitere Frühlings-Klamotten-Mixturen aus lauter altbekannten Inhalten meines Kleiderschranks
zu zeigen und euch währenddessen kurz zu erzählen, dass diese interessante Sache erstens etwas mit
der oben im 2. Absatz erwähnten Universität zu tun hat und zweitens mit meinem letzten ANL-Beitrag
"Welchen Wolf wollen wir füttern?"...


Die Tunika ist eigentlich ein Minikleid - im Blumenmuster kommt auch rosa vor...


Ihr erinnert euch - darin erwähnte ich unter anderem die Bewegung Transition Network - und
dass ihr auch selbst in Kontakt mit Transition Initiativen in Deutschland, Österreich oder der
Schweiz treten könnt, wenn ihr Lust habt, nach dem Motto Einfach.Jetzt.Machen mit einer
positiven Veränderung der Welt loszulegen.


Die Grundfarbe des Gudrun-Sj*den-Kleides ist Rosenholz-Rosa - das ist meine Version von PINK ;-))


Ich bin also in Kontakt getreten - demnächst mehr darüber. Und ein paar Garten- und
Klamottenbilder wird's dann auch wieder geben. Bis bald also und ... 


...herzliche Rostgrosengrüße im Mai,
eure Traude
Fotos: Herr und Frau Rostrose


Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Tinas Freitagsoutfit, Sunnys Linkup Fallen in Love
Color of the Month von Maren - Farbwunder Style, Style Splash,
den Modischen MatronenNaturdonnerstag von Jahreszeitenbriefe,
der Gartenglück-Linkparty, bei Achtsamkeit+Nachhaltigkeit+Lebensqualität=ANL
bei der Pfauenauge-Naturgartenblogparade und bei einfach nachhaltig besser leben EiNaB