Sonntag, 29. Oktober 2017

Island-Kreuzfahrt Teil 9 - Nationalpark Thingvellir (oder Þingvellir)

Liebe Mitreisende!
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Es geht weiter mit meinem Island-Reisebericht! Herzlichen Dank in diesem Zusammenhang
für eure lieben Zeilen zu meinem vorigen Kapitel über unseren Ausflug zur Vogelinsel Vigur
inklusive Pagageientaucher-Sichtungen 😊 und über den Regen-Spaziergang durch Ísafjörður .

TAG 7 - 4.6.2017:
Wettervorhersage von der Brücke: Sonne, Wolken, Regen 9° bis 13° C

Mein Ausflugs-Outfit am 7. Tag (darüber kam dann noch die Regenjacke 😉) und Blick auf die Umgebung von Reykjavik



Über Nacht hatte sich unser Schiff auf den Weg nach Reykjavik gemacht, wo wir (nach dem
ursprünglichen Reiseplan) zwei Tage lang bleiben sollten *). Für den ersten Tag, an dem wir im
Hafen der isländischen Hauptstadt ankerten, hatten wir den Ausflug The Golden Circle gebucht
 - auch unter dem Namen Gullni hringurinn bekannt. Heute erzähle ich euch vom ersten Teil
 dieses Ausflugs, der uns in den schönen Nationalpark Þingvellir führte.

*) Wie die Wortwahl "ursprünglich" schon zeigt, änderte sich dieser Plan. 
Über das Warum, Wie und Wann erzähle  ich euch, wenn es so weit ist...
 
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Hier ein paar Eindrücke von Landschaft und Wetter auf dem Weg zum Nationalpark:


Abermals sahen wir einige der hübschen Islandponys ...
... und wundervolle grüne Landschaften mit teilweise schnee-gesprenkelten Bergen und mäandernden Flüssen.

Überall in Island, besonders an den Ufern von Flüssen und Seen, leuchtete es uns zwischen all
 dem Wiesengrün violett entgegen. Dieses violette Leuchten kam von den unzähligen Lupinen, die
hier blühen. Wir dachten zunächst, es würde sich dabei um eine in Island heimische Pflanze
handeln - doch weit gefehlt: Lupinen wurden erst im Jahr 1945 nach Island gebracht! Sie sollten
 die Bodenerosion stoppen - und haben sich dabei explosionsartig auf der Insel ausgebreitet!  *)
Mehr darüber HIER.

*) Ich fühlte mich dadurch ein bisschen an eine unserer USA-Reisen erinnert, die uns u.a. durch den Bundesstaat Mississippi 
führte. Dort war eine Rankpflanze, ich weiß nicht mehr genau, ob verwandt mit Wein oder Efeu, ebenfalls zum Bremsen der 
Bodenerosion angesetzt worden - und überwucherte schließlich so ziemlich jeden Baum, jede Wiese, jeden Busch im Land. 
 Keine Ahnung, ob man diese Plage in Amerika inzwischen in den Griff bekommen hat...




Was das isländische Lupinenmeer betrifft, wird mittlerweile versucht, sie an manchen Orten 
wieder auszugraben. Denn so schön sie auch sein mögen, das Wachstum der empfindlichen 
einheimischen Moose, Flechten und Kräuter wird durch die Lupinen massiv bedroht. 

(Wahrscheinlich, weil es in Island zu kalt für Nacktschnecken ist - denn meine heuer nach dem Island-Urlaub gekaufte 
Lupine war innerhalb kürzester Zeit einfach nicht mehr vorhanden... ratzeputz weggemampft von den gierigen 
Schleimern... Ich habe sie zu retten versucht, indem ich sie vom Beet in einen Blumentopf setzte - aber das half nichts;
 die Schnecken fanden sie auch da! So kommt es in meinem Garten gewiss zu keiner Lupinen-Plage... Hmmm - ich
 könnte ja mal versuchen, den Isländern meine Schnecken anzubieten... 😏 - wenn sie im  Winter dort erfrieren, kann 
ich ihnen bestimmt im nächsten Frühjahr schon wieder Nachschub liefern... Außerdem: Vielleicht könnte man ja 
klitzekleine Island-Pullis für die Nacktschnecken stricken? ...)


Þingvallavatn - ein See im Nationalpark Þingvellir. Der See liegt ist umgeben von vier aktiven Vulkansystemen


Hier unten - mit der roten Bommelmütze - seht ihr Oskar, unseren Führer durch den Nationalpark 
Þingvellir (Thingvellir). Er meinte: "Wenn ihr mich nicht gleich findet, sucht nach der blöd... - äh 
lustigen Mütze, daran erkennt ihr mich wieder." Oskar trug aber nicht nur eine lustige Kopfbedeckung,
er konnte auch gut erzählen, und zwar folgendes:

Þingvellir ist für die Isländer von großer historischer Bedeutung:
Hier wurde im Mittelalter die Versammlung Alþing (Althing) abgehalten - ein jährliches
Zusammentreffen des isländischen Volkes, um Gesetze zu beschließen und Gericht zu halten.
(Thing ist in allen skandinavischen Sprachen das Wort für „Versammlung“, „Zusammenkunft“
und „Gericht“.) Es handelt sich dabei um eines der ältesten Parlamente der Welt. Hier wurde im
Jahr 930 die "freie Republik Island" gegründet und hier wurde außerdem im Jahr 1000 das
Christentum als Staatsreligion *) anerkannt.
 
*) Ihr erinnert euch bestimmt daran, was ich euch HIER zu dem Thema erzählt habe: Um zu zeigen, dass er diese
"Religions-Änderung" ernst meinte, warf der damalige König Þorgeir als symbolischen Akt die Abbilder der 
heidnischen Götter in den Goðafoss. Und deshalb ist der Wettergott Thor stinkig und lässt's dauernd regnen...) 


Die durch tektonische Verschiebungen gebildete Allmännerschlucht (Almannagjá) bildet die Nahtstelle zwischen der
nordamerikanischen und eurasischen Erdplatte.

In der Allmännerschlucht (Almannagjá) fanden alle teilnehmenden Männer und deren Zelte
während des zweiwöchigen Alþing Platz (daher der Name). Der Ort behielt auch weiterhin für
die Isländer große Bedeutung: Am 17. Juni 1944 wurde hier die heutige Repubik Island ausgerufen.
Im Jahr 2004 wurde Þingvellir von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

Þingvellir besitzt aber außerdem noch eine geologische Bedeutung:
Was ihr in der oberen und in den folgenden Collagen gut erkennen könnt, ist das Auseinanderdriften
der amerikanischen und eurasischen tektonischen Platten - es wird hier durch Risse im Felsboden
und tiefe Schluchten sichtbar. Durch die tektonischen Verschiebungen werden auch häufig Erdbeben
ausgelöst. Bei der Schlucht Almannagjá sind die beiden Erdplatten in den letzten 10.000 Jahren um
70 Meter auseinandergedriftet (und sie bewegen sich auch heute noch im Durchschnitt um zwei
Zentimeter pro Jahr voneinander fort); der Boden hat sich um ca. 40 Meter gesenkt. Þingvellir und 
der Große Afrikanische Grabenbruch (in Ostafrika) sind die einzigen Orte auf der Erde, an denen 
die Auswirkungen zweier auseinander treibender Hauptplatten zu beobachten sind, ohne dabei 
tauchen zu müssen. (Unterwassersportler haben in Island auch die Möglichkeit, in der Silfra-Spalte
zwischen den Kontinenten Amerika und Eurasien zu tauchen - und zwar im klarsten Wasser der Welt
- KLICK).




Falls ihr euch fragt, warum die Leute in der Schlucht ihre Kapuzen aufgesetzt haben: Als wir
mit unserer Tour begannen, fing es auch mal wieder zu regnen an. Danke, Thor... Aber dem
Reiz dieser Landschaft konnten wir uns dennoch nicht entziehen!


Blick auf die Þingvallakirkja und Wohnhäuser



Leider gibt es über Þingvellir auch erschütternde Geschichten zu erzählen: Am nördlichen Ende
der Almännerschlucht, wo der Fluss Öxará nach einem kleinen Wasserfall einen Knick macht, hat
sich ein tiefes Becken gebildet. Dies ist das so genannte Ertränkungsbecken Drekkingarhylur, wo
im Mittelalter zwischen 1590 und 1749 Todesurteile an Frauen durch Ertränken vollstreckt wurden.
(Sie wurden hingerichtet wegen "Unsittlichkeit" oder weil sie uneheliche Kinder erwarteten... 😢)
Männer wurden stattdessen enthauptet oder gehenkt. In vorchristlichen Zeiten war die schärfste im
Þingvellir ausgesprochene Strafe übrigens die Verbannung ins Hochland oder auf eine Insel
gewesen...




Nach diesem Ausflug war es an der Zeit für eine Mittagspause. Wir kehrten in der Menntaskolinn 
Laugarvatni ein - einem so genannten Sommerhotel oder Edda Hotel: In Island, wo Touristen-
Unterkünfte noch recht rar sind, werden Internatsschulen nämlich sinnvoller Weise während der
Ferien von Mitte Juni bis Ende August oft als Hotels genutzt. Nachdem das "Hotel" der Kreuzfahrer
auf dem Wasser liegt, brauchten wir kein Nachtquartier, aber gegen eine anständige Mittagsmahlzeit
war natürlich nichts einzuwenden. Und der köstlich gewürzte, frische Lachs, den wir hier bekamen,
war eindeutig eine anständige Mahlzeit!

Nun muss ich allerdings eine Frage vor allem an meine LeserInnen aus Deutschland richten: Uns fiel nämlich am Ende 
dieser Pause auf, dass so gut wie alle deutschen Reisegäste bei diesem gebratenen Lachs die ausgesprochen leckere, 
knusprige Haut des Fisches übrig ließen, während die Gäste aus Österreich sie mitgegessen haben und sich wunderten: 
Denn für uns war diese würzige Knusperhaut das Beste vom ohnehin schon schmackhaften Lachs. Ist es in Deutschland 
wirklich üblich, vom Lachs die Haut nicht mitzuessen? 
Und wenn ja: wieso?


Die Papier-Tischsets waren wie eine Zeitung mit Infos über Islands Besonderheiten gestaltet.


Nach dieser Pause gab es leider eine unvorhergesehene Verzögerung: Es hatte sich während des
Essens nämlich herausgestellt, dass ausgerechnet aus unserem Bus jemand im Nationalpark  
Þingvellir "zurückgelassen" worden bzw. nicht pünktlich zum Bus zurückgekehrt war - und Oskar 
hatte entweder die Busfahrgäste zu zählen vergessen oder er hatte sich verzählt - auf jeden Fall 
mussten er und der Busfahrer noch einmal zum Nationalpark zurück und den fehlenden Gast 
einsammeln. Und somit mussten wir anderen etwa eine halbe Stunde lang warten, bis der Bus 
zurückkehrte ...

Danach konnten wir endlich unsere "Golden-Circle-Tour" fortsetzen. Unser nächstes Ziel: der 
atemberaubende Wasserfall Gullfoss, dessen Name „goldener Wasserfall“ den Begriff Goldener 
Zirkel geprägt hat. Doch darüber will ich euch erst in meinem nächsten Reiseberichtskapitel
erzählen.


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Herzlichen Dank für euer Interesse an meinem Reisebericht - und herzlichen Dank auch 
für euer Interesse und eure Kommentare zu meinem Tomboy-Beitrag und zu meinen 
Kinderfotos! 😊
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Meinen heutigen Beitrag schicke ich wegen der schönen Natur in Island zu ANL - A New Life 
und zum Natur-Donnerstag von Ghislana / Jahreszeitenbriefe. Außerdem zu den 
"Modischen Matronen" Beate, Natalia und Tina, zu Sunnys  Um Kopf und Kragen 
bzw. Schmuckkistl, Tinas Freitagsoutfit und Sabines Aktion Outfit des Monats.

Fotos: Herr und Frau Rostrose
Herzliche Rostrosengrüße,
eure Traude
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Dienstag, 24. Oktober 2017

Ein Tomboy im Herbst

Servus Ihr Lieben!
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Links unten: Francoise Hardy; rechts oben und unten: Frau Rostrose in verschiedenen Entwicklungsstadien


Bei den "Modischen Matronen" Beate, Natalia und Tina lautet das Thema im Oktober 
Tomboy/Dandy/Garconne!
Eine heftige Herausforderung für mich!

🍂🍁🍀🍂🍁🍀🍂🍁🍀

Als ich ein Kind und eine Jugendliche war, hatte ich durchaus ab und zu gewisse "Tomboy-
Ambitionen". Ohne zu wissen, was ein Tomboy eigentlich ist. Das erfuhr ich erst durch die 
Aktion der Matronen - Bloggen bildet ja so sehr!
 
Wikipedia meint dazu: "Als Tomboy (im Deutschen ungefähr entsprechend dem Wildfang) werden 
Mädchen bezeichnet, die sich entsprechend der gängigen Geschlechterrolle von Jungen verhalten. 
Der Begriff kann auch auf erwachsene Frauen angewendet werden."


Die freche sommersprossige Rostrose mit ca. 11 Jahren - diese s/w-Serie hat übrigens mein großer Bruder aufgenommen. Man 
beachte meine teilweise "ausgeschlagenen" Vorderzähne (von einem Schwimmbad-Unfall!). Als etwas ältere Jugendliche 
lieh ich mir gern meines Vaters Kappe aus und lief schmucklos, cool und am liebsten mit Hosen und flachen Schuhen herum.

Und weiter: "Tomboy „Tom-/Mann-Junge“ taucht erstmals 1533 in der Bedeutung „rauher, 
ungestümer Junge“ auf; seit 1579 ist die Bedeutung „dreiste oder schamlose Frau“ belegt und 
seit 1592 schließlich die Bedeutung „Mädchen, welches wie ein lebhafter Junge agiert“. In 
dieser Bedeutung wird es auch von William Shakespeare verwendet."

Unten rechts noch ein Traude-Foto aus der Serie meines Bruders; oben links: Keckes Latzhosen-Gör in jüngeren 
Jahren - diesmal von meinem Vater aufgenommen; kleine Fotos: Herbstlaub und "Frau Rostrose heute" im Tomboy-Look


Inzwischen hat der Begriff in die Mode Einzug gehalten. Wenn man bei der Bildersuche
Tomboy-Style eingibt, erhält man zahlreiche Treffer. Und auch in früheren Zeiten gab es
selbstbewußte Frauen, die ihren Beitrag dazu leisteten, den Garçonne-Stil in der Damenmode
zu etablieren.


Im Uhrzeigersinn: Die französische Sängerin Francoise Hardy war in den 1960ern eine Stilikone (Foto via); The Tomboy
  (1873) gemalt von John George Brown (via), Tatum O’Neal im Film Papermoon (via); Schauspielerin Jean Seberg (via),
Tomboy-Illustration (via); Marlene Dietrich machte in den 1930ern den Hosenanzug für Frauen salonfähig (via).

🍂🍁🍀🍂🍁🍀🍂🍁🍀

Im Lauf der Jahre habe ich mich ziemlich stark vom Tomboy-Stil wegbewegt. Vor allem, 
seit ich mich mit Orientalischem Tanz beschäftigte, sind viele weiche, weibliche Stücke in 
meinen Kleiderschrank eingezogen: Flatterröcke, Kleider mit Trompetenärmeln, Seidiges und 
Weichwolliges, Gehäkeltes, mit Spitzen Verziertes, femininer Schmuck... Den sportlichen Stil 
bevorzuge ich beim SPORT. Und zwar aus praktischen, nicht aus ästhetischen Erwägungen. 
Wenn ich mich schick machen will, gefalle ich mir auf jeden Fall in "unsportlich" besser, finde 
meine Stilgebungszonen auf diese Weise vorteilhafter verpackt. (Mehr darüber HIER und  
HIER.)

So misslang mir der erste Look, den ich für dieses Thema kreieren wollte, auch völlig. Das war 
nicht ich, das war ein als hässlicher, grimmiger Bursche verkleideter Mensch, den ich nicht kannte. 
Hätte vielleicht zu Halloween gepasst, aber nicht zu mir. Der zweite Look war auch nicht meins.
Diese beiden Versuche zeige ich euch gleich gar nicht...

 Das große Foto zeigt mich mit meinem ältesten Neffen, der inzwischen selbst Vater eines kleinen Blondschopfes ist. 
Wie ihr seht, schmückte ich mich beim Fotoalbum-Ansehen burschikos mit einem Boxhandschuh, einer Uniformkappe - 
und einer Schnupfennase. (Was man halt so braucht, wenn man mit dem Neffen in einem Album blättert...)
 

Ich mag mich nicht (oder nicht mehr) in Herrenhemden oder Sakkos sehen, ich gefalle mir nicht mit 
Krawatten oder Fliegen - und am allerwenigsten gefällt mir dieser Stil an mir PUR - also ganz ohne 
weibliche Accessoires bzw. ohne irgendwas "Verspieltes". Mag sein, dass das einmal der Traude
passte, die ich früher war, aber inzwischen bin ich das nicht mehr. 

Als ich diesen Punkt mit mir geklärt hatte, ging es mir mit dem Thema schon besser. 
Ich verwendete danach Accessoires, die mir gehören, die ich mag und die im weitesten Sinn als 
burschikos oder maskulin durchgehen, wie mein geliebtes Käppi oder der schwarze Hut, ein kariertes 
Hemd, die destroyed Boyfriend Jeans, entschied, dass außerdem meine Sgt. Pepper's-Samtjacke aus 
London dazu passt, denn solche Jacken habe ich (damals in London) auch Männer tragen sehen... 
und um das herum kreierte ich dann in den letzten Tagen das eine oder andere Outfit, das auch 
Verspieltes und Weibliches zulässt. So fühle ich mich nicht verkleidet.


 Mit meiner Ballon- bzw. Zeitungsjungenmütze gefalle ich mir allerdings schon:
Diesen nach ein paar gescheiterten Versuchen von mir kreierten Tomboy-Look finde ich am gelungensten. Oben sieht 
man das Ringelshirt, das ich unter meinem Gov't Mule-Bandshirt trage, in der Collage darunter trage ich dazu meine 
Sgt. Pepper's-Samtjacke. Der Stil ist nicht ganz sportlich aber auch nicht ganz unsportlich und passt, wenn's leger sein soll.

Hier mal mit Hut:
Der Hut ist aber auch schon das einzige "maskuline" Element. Dazu ein weinrot-gemustertes Halstuch mit kleinen 
Pompons; das Pompon-Thema wiederholt sich an der Unterkante meines Häkelpullovers. Der ist Taupe, der Gürtel und 
die Stiefletten ebenfalls. Die Hose ist dunkelweinrot oder violett, die kuschelwarme Jacke grau melliert.


Ein bisserl sportlich, ein bisserl feminin-verspielt:
Hemdbluse in Oliv oder Waidmanngrün, mit Ton-in-Ton-gestickten Blumen drauf, dazu eine farblich passende 
Perlenkette, mein perlenbesetztes Top, meine herbstlich gefärbte Streifenhose und Vintage-Cowboy-Boots

Zwischendurch ein Blick in unseren Herbst-Garten


Das hier unten ist für mich eher ein Ausflug-im-Grünen-Outfit:
Die glänzende Herbstjacke zum roten Karo-Wanderhemd und beige Langarm-Shirt sowie zu meiner Ton-in-Ton-
Camouflage-gemusterten Chino und Stiefletten in Taupe gibt dem Ganzen dann doch einen dezent femininen Touch.
 Hier nochmal dasselbe Ensemble - diesmal ohne die Jacke.
 

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Aus den bereits verwendeten Elementen kann man auch wieder ganz gut eine Capsule
Wardrobe basteln - es folgen einige wenige Mix-Beispiele:

 Hier z.B. wieder die Chino von oben, dazu die schwarzen Stiefletten und das Käppi, diesmal ergänzt mit einem messing- 
oder senffarbigen Langarmshirt, schwarzem Häkeltop und der ebenfalls oben bereits verwendeten Kette.
Abermals dieses Outfit, nun mit der Sgt. Pepper's-Samtjacke darüber.

Ein Wiedersehen mit der karierten Hemdbluse: 
Solcherart "femininisiert" gefällt sie mir übrigens besser als oben: Roter Maxirock,Wolfs-T-Shirt, Taupe-Gürtel zur Karobluse
Und nochmals wie oben - nun mit "waidmanngrüner" Wander- oder Herbstjacke aus Baumwolle.
 

Ihr seht schon, ein Garçonne bin ich nicht und wohl auch kein Dandy, aber vielleicht bin ich ja ein 
ehemaliger Tomboy im "goldenen Frühherbst meines Lebens" - in einer Lebensjahreszeit also, in der
frau schon recht gut weiß, worin sie sich wohl fühlt und worin nicht...




Sämtliche der heute gezeigten Kleidungsstücke befinden sich übrigens schon lange in meinem
Schrank und wurden von mir bloß wieder neu und anders kombiniert.

Meinen heutigen Beitrag schicke ich zu ANL - A New Life,
zu Sunnys Um Kopf und Kragen bzw. Schmuckkistl, Tinas Freitagsoutfit  
und Sabines Aktion Outfit des Monats. 
Und zu Heidis Guckloch in die Vergangenheit.
Außerdem zu den "Modischen Matronen" Beate, Natalia und Tina.
Und meine letzte Collage verlinke ich bei Ich sehe Rot und
beim Natur-Donnerstag von Ghislana / Jahreszeitenbriefe.


Herzlichen Dank auch für eure lieben Zeilen zu meinem letzten Reiseberichts-Beitrag
Island-Kreuzfahrt Teil 8 - Vogelinsel Vigur und Streifzug durch Ísafjörður - freut mich
sehr, dass euch der Ausflug zur Vogelinsel gefallen hat! Bald schon geht es mit
dem Reisebericht weiter!

Auch für eure Kommentare und Verlinkungen zu meinem aktuellen ANL-Beitrag, in dem
es um meinen neuen Bio-Baumwoll-Rock, nachfüllbare Kaffeekapseln für N*spresso-
Maschinen und ein umweltfreundliches Auto geht, möchte ich euch abermals herzlich danken.
Eure achtsamen, nachhaltigen, die Lebensqualität verbessernden Beiträge könnt ihr dort
noch bis zum Abend des 1. November verlinken!


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Fotos: Herr und Frau Rostrose
Herzliche Rostrosen-Herbstgrüße
von eurer Traude
Rostrose auf Facebook und Rostrose auf Google +
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Donnerstag, 19. Oktober 2017

Island-Kreuzfahrt Teil 8 - Vogelinsel Vigur und Streifzug durch Ísafjörður

 Hej, Ihr Lieben!
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Freut mich sehr, dass so vielen von euch in meinem vorigen Reiseberichts-Kapitel der
"Wasserfall der Götter" so gut gefallen hat: So ging es uns auch! In einem etwas späteren
Kapitel werdet ihr noch einen weiteren, sehr, sehr beeindruckenden Wasserfall sehen!

Auch für eure Kommentare und Verlinkungen *) zu meinem aktuellen ANL-Beitrag, in dem
ich euch meinen neuen Bio-Baumwoll-Rock, nachfüllbare Kaffeekapseln für N*spresso-
Maschinen und ein (im Vergleich zu herkömmlichen PKW) umweltfreundliches und vor allem
 für Pendler gut geeignetes Plug-In-Hybrid-Auto vorstelle, möchte ich euch herzlich danken.

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Nun geht's aber weiter mit meinem Island-Reisebericht!

Immer noch TAG 6 - 3.6.2017:
Nach einer rasanten Fahrt mit dem Ausflugsboot Ingólfur kamen wir auf der Insel 
Vigur an. Die Insel ist ca. 2 Kilometer lang und bis zu 400 Meter breit und ist damit schon 
die zweitgrößte Insel im Fjord Ísafjarðardjúp in den Westfjorden. Vigur ist vor allem für 
die dort lebenden Eiderenten bekannt, aber es leben hier noch ein paar andere Vogelarten
- und auch sonst gibt es einiges zu sehen.


Die Vögel in der Collage sind männliche Eiderenten, und links seht ihr auch ein Eiderenten-Gelege.


So zum Beispiel die leuchtend gelben Häuser, die übrigens allesamt zum einzigen Gehöft auf Vigur
gehören - darüber erzähle ich euch ein Stück weiter unten etwas mehr - oder die Robben, die wie
Hörnchen im flachen Uferwasser lagen.

Abgesehen von den ruhenden Robben könnt ihr in der
folgenden Collage auch eine Eiderenten-Familie mit mehreren Küken sehen - Herr Eiderente ist
ziemlich auffällig mit seinem weiß-schwarzen Gefieder mit den moosgrünen Flecken im Nacken
und seinem gelben Schnabel. Dies ist allerdings offenbar nur in der Brutzeit so - als Ruhekleid
 trägt der Erpel nämlich ein mit weißen Gefiederpartien durchsetzes dunkelbraunes Gefieder. Frau
Eiderente ist hingegen ganzjährig so gut getarnt wie auch die bei uns ansässigen Entendamen - und
ihre Jungen ebenso.





Während unseres Inselspaziergangs funktionierte die isländische Fünf-Minuten-Wetterregel
so halbwegs: Es regnete fünf Minuten lang stärker, fünf Minuten weniger stark - und zwischendurch
auch fünf Minuten lang gar nicht. Und dann wieder stärker.

Bei unserem Spaziergang mussten wir immer wieder darauf achten, nicht auf eine
weibliche Eiderente zu treten - sie nisteten nämlich sehr nah an den Wegen und waren häufig nicht
gleich zu sehen. (Deshalb ist es auf Vigur auch verboten, die ausgetretenen Pfade zu verlassen. Wie
in so ziemlich jeder Gruppe gab's aber auch hier einen, der sich nicht an die Regel hielt, knipsend
durch die Wiese spazierte und zurückgepfiffen werden musste. Zum Glück trat er bei seinem
Fotoausflug in kein Nest.)






Die Nester werden ausschließlich durch Weibchen bebrütet. Die Erpel halten sich
während dieser Zeit in der Nähe des Nestes auf und halten Wache. Weibliche Eiderenten rupfen ihr
weiches Bauchgefieder aus, um ihre Eier auch dann warm zu halten, wenn sie das Nest kurzfristig
verlassen. (Oben, in der allerersten Collage seht ihr solch ein mit Federn belegtes Nest.) Warum sie
die Nester verlassen, weiß ich allerdings nicht, denn während der Brutzeit, die etwa 25 bis 26 Tage
dauert, nehmen die Weibchen keine Nahrung zu sich. (Vielleicht müssen sie sich ja ab und zu mal
die Beine vertreten. Oder sie legen doch eine Diät-Pause ein.) Auch die Erpel fasten während dieser
Zeit.

Wir erfuhren, dass die Männchen gegen Ende der Brutzeit zu den Mauserplätzen abwandern. Da
wir allerdings zahlreiche Erpel zusammen mit ihren Frauen und Kindern im Meer schwimmen sahen,
gehe ich davon aus, dass es sich hierbei um moderne Entenfamilien handelt, bei denen sich die
Männer an der Kindererziehung beteiligen.






Die junge Frau mit dem auffallend roten Haar in der nächsten Collage heißt Emma - sie war
unsere ausgesprochen sympathische und informative Führerin auf der Insel Vigur - und sie würde
auch perfekt zu den Redhead Days passen, über die Wolfgang vom Blog Ein Fachwerkhaus im 
Grünen HIER erzählt hat (eine Veranstaltung, bei der auch ich gerne mal dabei wäre, solange
 meine Haare noch nicht grau sind 😉.)

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Leider konnte Emma außer Isländisch nur Englisch, kein Deutsch. Für Edi und mich kein Problem, doch ein paar der mit 
angereisten Touristen verstanden sie nicht und mäkelten deshalb herum. Es war allerdings im Reiseprogramm deutlich darauf 
hingewiesen worden, dass bei manchen Touren keine deutschprachigen Reiseführer zur Verfügung stehen. Und ich finde ja 
sowieso, ein bisserl Englisch zu können schadet nie, erst recht nicht wenn man sich auf Reisen begibt. Ohne Englisch hätten 
wir uns z.B. mit unserem Tischkellner und mit unserem "Zimmer-Boy" auf der Preziosa nicht unterhalten können - und es 
hätte während vieler anderer Urlaube somanches wunderbare Erlebnis nicht gegeben...

(Wer es in der Schule nicht gelernt oder schon wieder vergessen hat, kann das alles in einem Volkshochschulkurs nachholen. 
Das bereitet sogar Spaß - und man kann es auch in ein berufstätiges Leben einbauen! Habe ich mit Französisch und Spanisch 
so gemacht, und selbst wenn ich diese Sprachen dadurch keineswegs "beherrsche", kann ich mich immerhin ein bisschen 
verständigen.) Ein junger Reisebegleiter vom Schiff bemühte sich dann zwar aufrichtig um eine Übersetzung, aber da die 
auch nur bruchstückhaft war, sprang letztendlich auf dieser Insel phasenweise ich als Dolmetscherin ein. (Meine Honorar-
forderungen werden nachgereicht 😉)

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Emma zeigte uns die entzückende kleine Windmühle aus dem Jahr 1840. Sie ist die einzige noch
erhaltene Windmühle auf Island, war bis zum Jahr 1917 in Betrieb und steht mittlerweile unter
Denkmalschutz.





Die gelben Häuser gehören - wie oben erwähnt - zum einzigen Gehöft auf Vigur.
Der Hof wird seit ca. 170 Jahren von derselben Familie bewirtschaftet - unten seht ihr zwei hübsche,
nostalgische Schwarzweißfotos, die in einem der Häuser hängen - sie zeigen den Bauernhof, wie er
früher mal aussah und auch die Menschen, die seinerzeit auf der Insel lebten und arbeiteten. Durch
die behutsame Nutzung und Verarbeitung von Eiderdaunen konnte man sich auf diesem Hof einen
gewissen Wohlstand erarbeiten. Denn Eiderdaunen galten über lange Zeit als das beste Material
für die Füllung von Bettdecken.

Zur Daunengewinnung werden die Eiderenten auf Vigur nicht gerupft, es werden nur die
bereits verlassenen Nester abgesammelt. HIER könnt ihr mehr darüber lesen, weshalb diese
Art der "Daunenernte" mit dem Artenschutz vereinbar ist und mit wieviel Arbeitsaufwand das
Reinigen der Daunen von Stroh und Schmutz verbunden ist. Kein Wunder also, dass Produkte
aus diesen flaumweichen Federchen ihren Preis haben.



Die Fassaden der Häuser sind übrigens zum Teil aus Holz und zum Teil aus Wellblech - einem in Island ab 1874 gern
für die Verkleidung der Dächer und Außenwände verwendeten Material. (Es ist billiger als Holz, für die klimatischen 
Bedingungen Islands ideal, wasserdicht und feuerbeständig.)

Am Ende unseres Ausfluges waren wir in eins der gemütlichen gelben Häuser, das eine Mischung aus
Verkaufsraum, guter Stube, Kaffeehaus und Postamt darstellt, zu Kaffee und Kuchen eingeladen; dort
gibt es auch die Möglichkeit, Andenken und Daunenkissen zu erwerben. Ich war nach dem frisch-
feuchten Spaziergang aber viel zu sehr auf Kaffeetrinken und Kuchenessen fixiert, um dort etwas zu
fotografieren oder gar zu kaufen.

In der folgenden Collage seht ihr oben rechts eine Steinmauer mit Löchern - die Löcher sind dazu
da, dass die Eiderenten auch mit ihren Jungen immer eine Möglichkeit zum Durchschlüpfen finden.
Unten seht ihr links einen kleinen Daunenballen, der noch Strohanteile enthält, sich aber schon sehr
sehr flauschig-weich anfühlte, und rechts ein paar Eier der auf der Insel anzutreffenden Vogelarten.
(Diese sind in einem Insel-Museum im gelben Haus ausgestellt.)







Ich habe hier allerdings ein wenig vorgegriffen - denn wir waren längst nicht am Ende unseres
Ausflugs angekommen! Wir wollten ja noch möglichst viele der hier heimischen Vogelarten sehen!
Ganz besonders erpicht war ich in diesem Zusammenhang auf die entzückenden Papageitaucher
(auch als Clownvögel, Puffins oder Lunde bekannt). Doch Emma meinte, es wäre nicht gesichert,
ob wir diese Vögel mit ihren auffallenden Schnäbeln sehen würden. Denn auch Puffins haben Anfang
Juni ihre Brutzeit, und da sie in Erdhöhlen brüten, bekommt man sie zumeist nur kurz zu Gesicht.

Ich war jedenfalls gewappnet, denn ich hatte auf meine Kamera das große Objektiv
(150-600mm) geschraubt. Falls sich ein Papageientaucher zeigen sollte, gab es also Chancen auf
ein Foto! Vorläufig bekamen wir allerdings andere Vögel vor die Linse - wie zum Beispiel diese
Austernfischer mit ihren langen orangeroten Schnäbeln und Beinen:



Austernfischer sind elegante Flieger - und ihr Geschrei ist ziemlich laut 😉


Und abermals schwarz-weiße Vögel mit roten Beinen: die Gryllteiste. (Wenn ihr auf den
eingefügten Link klickt, könnt ihr bei Wikipedia auch ein Foto sehen, wo diese Alkenvögel ihre 
Schnäbel aufreißen - und interessanterweise ist auch das Schnabel-Innere rot! Würde mich 
interessieren, welche Vorteile schwarz-weiß-rot und weiß-schwarz-gelb in der Natur bieten... 
Temperatur-Regulation? Auf Pinguine passt das Schema ja auch...)





Aber genug der Fragerei! Jetzt ist es endlich so weit - Trommelwirbel, ihr erlebt nämlich gleich
"Das Auftauchen der Papageitaucher"!

Denn ab und zu kam hier und dort einer dieser Vögel für einen kurzen Moment aus seiner
Bruthöhle um sich zu strecken oder nach der "Brutablöse" Ausschau zu halten (denn bei den Puffins
sind beide Partner etwa zu gleichen Teilen für die Brutpflege verantwortlich)! Liebenswert und ein
bisschen bizarr sehen sie aus mit ihren dreieckig geformten orange-grauen Schnäbeln, ihren ebenfalls
dreieckig-orange-grau umrahmten Augen, ihrem papageienartigen Watschelgang und ihrem (natürlich!)
schwarz-weißen Gefieder.



Großes Foto: der Wegweiser-Puffin? Tai Chi? Oder übt er für einen Clownauftritt?


Wenn ich sage "ab und zu" und "hier und dort" und "für einen kurzen Moment", dann meine ich
das auch so. Und zwar genau so. Ich glaube nicht, dass außer mir jemand von unserer Gruppe an
diesem Tag auf dieser Insel auch nur ein einziges brauchbares Papageientaucherfoto aufgenommen
hat. Denn wie der Name "Puffin" schon sagt, tauchten sie - PUFF - auf, und - PUFF - waren sie wieder
weg! Man musste also die ganze Insel mit den Augen wie mit einem Scanner abtasten, reaktionsschnell
sein, eine ruhige Hand haben - und außerdem ein Monsterobjektiv besitzen. (Und zumindest was
letzteres betrifft, war ich die einzige.) Die Vögel waren so weit weg, dass Edi mit unserem schon
relativ weitreichenden 18-200 mm-Standard-Objektiv keine Chance hatte. Und auch ich musste
manch ein Foto in die Tonne klopfen, denn die Entfernung und der Regen wirkten sich natürlich
 auf die Qualität aus.




Dem entsprechend sind die Fotos nicht ganz das geworden, was ich mir ursprünglich von dem
Besuch auf einer Vogelinsel mit Puffins erwartet hatte, aber in Anbetracht der Umstände bin ich
dennoch zufrieden.

Und damit ich auch ein schönes Portrait in mein Fotobuch sowie meinen Reisebericht
einbauen kann, habe ich Andi vom Blog Flögis Reisen gefragt, ob sie mir eine ihrer wundervollen
Papageitaucher-Nahaufnahmen für diesen Zweck überlassen würde. Das hat sie lieberweise getan
- und ihr könnt euch das Portrait hier unten ansehen:




Andi hat noch viel mehr Puffin-Fotos in ihrem Blog gezeigt - hier der KLICK zu einem 
ihrer Papageientaucher-Postings. Und HIER könnt ihr euch nicht nur Wissenswertes über
diese beliebten Vögel durchlesen, sondern außerdem ein entzückendes Filmchen ansehen.

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Nach unserem Ausflug auf die Insel Vigur kehrten wir nach Ísafjörður zurück und sahen 
uns dort noch ein bisschen um. Das Wetter war allerdings nach wie vor sehr unfreundlich, 
weshalb es nur ein kurzer Streifzug durch das Städtchen wurde. Witzig fanden wir in dem 
Zusammenhang den Hinweis auf den Tischen in einem Restaurant-Garten, dass man, um
von Personal bedient zu werden, bitte ins Lokal hineingehen möge. Ich denke, bei Regen und
maximal 10 Grad kommen selbst unter Isländern nur die hartgesottensten auf die Idee, dass
sie draußen sitzen könnten. Fesch fanden wir die Wikingerbraut hier unten; ich glaube, sie
gehörte zum Personal des Lokals - oder zum örtlichen Fremdenverkehrsverband.




Der Ort selbst war hübsch mit seinen bunten Häusern, und auch einen vergleichsweise günstigen
Laden mit Islandpullis und anderen Strickwaren gab es hier. Leider ist die Islandwolle aber zu kratzig
für mich  - ich habe hier und in mehreren anderen (teureren) Läden sowohl die Pullover und Jacken
als auch Mützen und Handschuhe berührt, weil ich gern ein solches Stück mit nach Hause genommen
hätte. Und sie sahen ja auch so flauschig aus - aber sie erinnerten mich in ihrer Haptik dann doch zu
sehr an manches unangenehme Wollkleidungsstück aus meiner Kindheit, bei dem ich mich nur danach
sehnte, es mir endlich wieder vom Leib reissen zu können...



Ísafjörður mit der Ísafjarðarkirkja (zweites kleines Bild rechts oben)




Zurück auf der Preziosa blieb ich also bei meinen von Zuhause mitgebrachten
Kleidungsstücken, da weiß ich wenigstens, was ich habe 😉. Die Kleidungsempfehlung für den
Abend lautete mal wieder "elegant", und hier unten seht ihr meine Interpretation davon: Diesmal
trug ich über meinem Kleid vom ersten Abend ein farbharmonisches Shirt und verwandelte das
Ganze somit in eine Rock-Oberteil-Kombination, gebändigt durch meinen Kimono-Gürtel und
ergänzt durch einen ebenso roten Unterrock aus Bio-Baumwoll-Tüll, grüne Strumpfhose, grüne
Stiefletten, rot-bunte Ketten. Wer genau hinsieht, wird feststellen, dass mein seit dem Sommer
aktualisiertes Profilfoto aus der Fotoserie dieses Abends stammt.





Wettergott Thor dürfte mit dieser Wahl auch einverstanden gewesen sein -
jedenfalls zeigte er sich zumindest abends von seiner versöhnlichen Seite. Vielleicht wollte er
uns aber auch nur vera*schen - den ganzen Tag über Regen und jetzt, wo wir an Bord waren, blaue
Streifen am Hoizont? Nun, das würde sich ja spätestens am nächsten Morgen zeigen, wenn wir in
Reykjavik ankamen und zu unserem Ausflug The Golden Circle aufbrachen...


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Herzlichen Dank für euer Interesse an meinem Reisebericht - Fortsetzung folgt!

Meinen heutigen Beitrag schicke ich wegen der schönen Natur auf der Vogelinsel
zu ANL - A New Life und zum Natur-Donnerstag von Ghislana / Jahreszeitenbriefe.
Außerdem zu den "Modischen Matronen" Beate, Natalia und Tina,  


Am Schluss noch ein Filmtipp, der auch mit einer unserer Reisen zusammenhängt: Im Rahmen
meines Namibia-Reiseberichtes erzählte ich euch ja auch einiges über Geparden - und ich erzählte
euch, dass heuer im Herbst der Film Maleika über eine großartige Gepardin in der Serengeti und ihre
Jungen herauskommen wird. Dieser Film ist mittlerweile in den Kinos, wir Rostrosen haben ihn
bereits gesehen. HIER könnt ihr eine Filmkritik lesen - die darin geäußerte Beschreibung "emotional
und bildgewaltig" sagt schon sehr viel über den Film aus. Hier noch ein Spezialtipp von mir:
Taschentücher mitnehmen! Der Film hat zwar jede Menge Momente, die uns zum Lachen brachten,
aber er ist stellenweise auch traurig, sehr berührend - und er macht einem hautnah bewusst, welch
harter täglicher Existenzkampf das Leben wilder Tiere ist.


 Fotos: Herr und Frau Rostrose
Herzliche Rostrosengrüße,
eure Traude
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Hier könnt ihr euch zu den einzelnen Kapiteln meines Reiseberichtes klicken (sobald verfügbar):