Donnerstag, 19. Oktober 2017

Island-Kreuzfahrt Teil 8 - Vogelinsel Vigur und Streifzug durch Ísafjörður

 Hej, Ihr Lieben!
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Freut mich sehr, dass so vielen von euch in meinem vorigen Reiseberichts-Kapitel der
"Wasserfall der Götter" so gut gefallen hat: So ging es uns auch! In einem etwas späteren
Kapitel werdet ihr noch einen weiteren, sehr, sehr beeindruckenden Wasserfall sehen!

Auch für eure Kommentare und Verlinkungen *) zu meinem aktuellen ANL-Beitrag, in dem
ich euch meinen neuen Bio-Baumwoll-Rock, nachfüllbare Kaffeekapseln für N*spresso-
Maschinen und ein (im Vergleich zu herkömmlichen PKW) umweltfreundliches und vor allem
 für Pendler gut geeignetes Plug-In-Hybrid-Auto vorstelle, möchte ich euch herzlich danken.

*) Das Linkup könnte übrigens  noch jede Menge Verlinkungen brauchen, im Moment sieht es 
da etwas "mau" aus. Also schaut doch bitte mal, ob ihr etwas habt, das zum "Umwelt-Thema" 
passt (Recycling-Ideen, Selbstgenähtes und -gebasteltes, Second-Hand-Mode und immer wieder 
neu gemixte Outfits aus "Altbeständen", Energiespartipps, Naturfotos usw. (Mehr dazu HIER).
Auch ältere Beiträge werden gern genommen! Eure umweltfreundlichen Postings könnt ihr
DORT noch bis zum Abend des 1. November verlinken!

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Nun geht's aber weiter mit meinem Island-Reisebericht!

Immer noch TAG 6 - 3.6.2017:
Nach einer rasanten Fahrt mit dem Ausflugsboot Ingólfur kamen wir auf der Insel 
Vigur an. Die Insel ist ca. 2 Kilometer lang und bis zu 400 Meter breit und ist damit schon 
die zweitgrößte Insel im Fjord Ísafjarðardjúp in den Westfjorden. Vigur ist vor allem für 
die dort lebenden Eiderenten bekannt, aber es leben hier noch ein paar andere Vogelarten
- und auch sonst gibt es einiges zu sehen.


Die Vögel in der Collage sind männliche Eiderenten, und links seht ihr auch ein Eiderenten-Gelege.


So zum Beispiel die leuchtend gelben Häuser, die übrigens allesamt zum einzigen Gehöft auf Vigur
gehören - darüber erzähle ich euch ein Stück weiter unten etwas mehr - oder die Robben, die wie
Hörnchen im flachen Uferwasser lagen.

Abgesehen von den ruhenden Robben könnt ihr in der
folgenden Collage auch eine Eiderenten-Familie mit mehreren Küken sehen - Herr Eiderente ist
ziemlich auffällig mit seinem weiß-schwarzen Gefieder mit den moosgrünen Flecken im Nacken
und seinem gelben Schnabel. Dies ist allerdings offenbar nur in der Brutzeit so - als Ruhekleid
 trägt der Erpel nämlich ein mit weißen Gefiederpartien durchsetzes dunkelbraunes Gefieder. Frau
Eiderente ist hingegen ganzjährig so gut getarnt wie auch die bei uns ansässigen Entendamen - und
ihre Jungen ebenso.





Während unseres Inselspaziergangs funktionierte die isländische Fünf-Minuten-Wetterregel
so halbwegs: Es regnete fünf Minuten lang stärker, fünf Minuten weniger stark - und zwischendurch
auch fünf Minuten lang gar nicht. Und dann wieder stärker.

Bei unserem Spaziergang mussten wir immer wieder darauf achten, nicht auf eine
weibliche Eiderente zu treten - sie nisteten nämlich sehr nah an den Wegen und waren häufig nicht
gleich zu sehen. (Deshalb ist es auf Vigur auch verboten, die ausgetretenen Pfade zu verlassen. Wie
in so ziemlich jeder Gruppe gab's aber auch hier einen, der sich nicht an die Regel hielt, knipsend
durch die Wiese spazierte und zurückgepfiffen werden musste. Zum Glück trat er bei seinem
Fotoausflug in kein Nest.)






Die Nester werden ausschließlich durch Weibchen bebrütet. Die Erpel halten sich
während dieser Zeit in der Nähe des Nestes auf und halten Wache. Weibliche Eiderenten rupfen ihr
weiches Bauchgefieder aus, um ihre Eier auch dann warm zu halten, wenn sie das Nest kurzfristig
verlassen. (Oben, in der allerersten Collage seht ihr solch ein mit Federn belegtes Nest.) Warum sie
die Nester verlassen, weiß ich allerdings nicht, denn während der Brutzeit, die etwa 25 bis 26 Tage
dauert, nehmen die Weibchen keine Nahrung zu sich. (Vielleicht müssen sie sich ja ab und zu mal
die Beine vertreten. Oder sie legen doch eine Diät-Pause ein.) Auch die Erpel fasten während dieser
Zeit.

Wir erfuhren, dass die Männchen gegen Ende der Brutzeit zu den Mauserplätzen abwandern. Da
wir allerdings zahlreiche Erpel zusammen mit ihren Frauen und Kindern im Meer schwimmen sahen,
gehe ich davon aus, dass es sich hierbei um moderne Entenfamilien handelt, bei denen sich die
Männer an der Kindererziehung beteiligen.






Die junge Frau mit dem auffallend roten Haar in der nächsten Collage heißt Emma - sie war
unsere ausgesprochen sympathische und informative Führerin auf der Insel Vigur - und sie würde
auch perfekt zu den Redhead Days passen, über die Wolfgang vom Blog Ein Fachwerkhaus im 
Grünen HIER erzählt hat (eine Veranstaltung, bei der auch ich gerne mal dabei wäre, solange
 meine Haare noch nicht grau sind 😉.)

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Leider konnte Emma außer Isländisch nur Englisch, kein Deutsch. Für Edi und mich kein Problem, doch ein paar der mit 
angereisten Touristen verstanden sie nicht und mäkelten deshalb herum. Es war allerdings im Reiseprogramm deutlich darauf 
hingewiesen worden, dass bei manchen Touren keine deutschprachigen Reiseführer zur Verfügung stehen. Und ich finde ja 
sowieso, ein bisserl Englisch zu können schadet nie, erst recht nicht wenn man sich auf Reisen begibt. Ohne Englisch hätten 
wir uns z.B. mit unserem Tischkellner und mit unserem "Zimmer-Boy" auf der Preziosa nicht unterhalten können - und es 
hätte während vieler anderer Urlaube somanches wunderbare Erlebnis nicht gegeben...

(Wer es in der Schule nicht gelernt oder schon wieder vergessen hat, kann das alles in einem Volkshochschulkurs nachholen. 
Das bereitet sogar Spaß - und man kann es auch in ein berufstätiges Leben einbauen! Habe ich mit Französisch und Spanisch 
so gemacht, und selbst wenn ich diese Sprachen dadurch keineswegs "beherrsche", kann ich mich immerhin ein bisschen 
verständigen.) Ein junger Reisebegleiter vom Schiff bemühte sich dann zwar aufrichtig um eine Übersetzung, aber da die 
auch nur bruchstückhaft war, sprang letztendlich auf dieser Insel phasenweise ich als Dolmetscherin ein. (Meine Honorar-
forderungen werden nachgereicht 😉)

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Emma zeigte uns die entzückende kleine Windmühle aus dem Jahr 1840. Sie ist die einzige noch
erhaltene Windmühle auf Island, war bis zum Jahr 1917 in Betrieb und steht mittlerweile unter
Denkmalschutz.





Die gelben Häuser gehören - wie oben erwähnt - zum einzigen Gehöft auf Vigur.
Der Hof wird seit ca. 170 Jahren von derselben Familie bewirtschaftet - unten seht ihr zwei hübsche,
nostalgische Schwarzweißfotos, die in einem der Häuser hängen - sie zeigen den Bauernhof, wie er
früher mal aussah und auch die Menschen, die seinerzeit auf der Insel lebten und arbeiteten. Durch
die behutsame Nutzung und Verarbeitung von Eiderdaunen konnte man sich auf diesem Hof einen
gewissen Wohlstand erarbeiten. Denn Eiderdaunen galten über lange Zeit als das beste Material
für die Füllung von Bettdecken.

Zur Daunengewinnung werden die Eiderenten auf Vigur nicht gerupft, es werden nur die
bereits verlassenen Nester abgesammelt. HIER könnt ihr mehr darüber lesen, weshalb diese
Art der "Daunenernte" mit dem Artenschutz vereinbar ist und mit wieviel Arbeitsaufwand das
Reinigen der Daunen von Stroh und Schmutz verbunden ist. Kein Wunder also, dass Produkte
aus diesen flaumweichen Federchen ihren Preis haben.



Die Fassaden der Häuser sind übrigens zum Teil aus Holz und zum Teil aus Wellblech - einem in Island ab 1874 gern
für die Verkleidung der Dächer und Außenwände verwendeten Material. (Es ist billiger als Holz, für die klimatischen 
Bedingungen Islands ideal, wasserdicht und feuerbeständig.)

Am Ende unseres Ausfluges waren wir in eins der gemütlichen gelben Häuser, das eine Mischung aus
Verkaufsraum, guter Stube, Kaffeehaus und Postamt darstellt, zu Kaffee und Kuchen eingeladen; dort
gibt es auch die Möglichkeit, Andenken und Daunenkissen zu erwerben. Ich war nach dem frisch-
feuchten Spaziergang aber viel zu sehr auf Kaffeetrinken und Kuchenessen fixiert, um dort etwas zu
fotografieren oder gar zu kaufen.

In der folgenden Collage seht ihr oben rechts eine Steinmauer mit Löchern - die Löcher sind dazu
da, dass die Eiderenten auch mit ihren Jungen immer eine Möglichkeit zum Durchschlüpfen finden.
Unten seht ihr links einen kleinen Daunenballen, der noch Strohanteile enthält, sich aber schon sehr
sehr flauschig-weich anfühlte, und rechts ein paar Eier der auf der Insel anzutreffenden Vogelarten.
(Diese sind in einem Insel-Museum im gelben Haus ausgestellt.)







Ich habe hier allerdings ein wenig vorgegriffen - denn wir waren längst nicht am Ende unseres
Ausflugs angekommen! Wir wollten ja noch möglichst viele der hier heimischen Vogelarten sehen!
Ganz besonders erpicht war ich in diesem Zusammenhang auf die entzückenden Papageitaucher
(auch als Clownvögel, Puffins oder Lunde bekannt). Doch Emma meinte, es wäre nicht gesichert,
ob wir diese Vögel mit ihren auffallenden Schnäbeln sehen würden. Denn auch Puffins haben Anfang
Juni ihre Brutzeit, und da sie in Erdhöhlen brüten, bekommt man sie zumeist nur kurz zu Gesicht.

Ich war jedenfalls gewappnet, denn ich hatte auf meine Kamera das große Objektiv
(150-600mm) geschraubt. Falls sich ein Papageientaucher zeigen sollte, gab es also Chancen auf
ein Foto! Vorläufig bekamen wir allerdings andere Vögel vor die Linse - wie zum Beispiel diese
Austernfischer mit ihren langen orangeroten Schnäbeln und Beinen:



Austernfischer sind elegante Flieger - und ihr Geschrei ist ziemlich laut 😉


Und abermals schwarz-weiße Vögel mit roten Beinen: die Gryllteiste. (Wenn ihr auf den
eingefügten Link klickt, könnt ihr bei Wikipedia auch ein Foto sehen, wo diese Alkenvögel ihre 
Schnäbel aufreißen - und interessanterweise ist auch das Schnabel-Innere rot! Würde mich 
interessieren, welche Vorteile schwarz-weiß-rot und weiß-schwarz-gelb in der Natur bieten... 
Temperatur-Regulation? Auf Pinguine passt das Schema ja auch...)





Aber genug der Fragerei! Jetzt ist es endlich so weit - Trommelwirbel, ihr erlebt nämlich gleich
"Das Auftauchen der Papageitaucher"!

Denn ab und zu kam hier und dort einer dieser Vögel für einen kurzen Moment aus seiner
Bruthöhle um sich zu strecken oder nach der "Brutablöse" Ausschau zu halten (denn bei den Puffins
sind beide Partner etwa zu gleichen Teilen für die Brutpflege verantwortlich)! Liebenswert und ein
bisschen bizarr sehen sie aus mit ihren dreieckig geformten orange-grauen Schnäbeln, ihren ebenfalls
dreieckig-orange-grau umrahmten Augen, ihrem papageienartigen Watschelgang und ihrem (natürlich!)
schwarz-weißen Gefieder.



Großes Foto: der Wegweiser-Puffin? Tai Chi? Oder übt er für einen Clownauftritt?


Wenn ich sage "ab und zu" und "hier und dort" und "für einen kurzen Moment", dann meine ich
das auch so. Und zwar genau so. Ich glaube nicht, dass außer mir jemand von unserer Gruppe an
diesem Tag auf dieser Insel auch nur ein einziges brauchbares Papageientaucherfoto aufgenommen
hat. Denn wie der Name "Puffin" schon sagt, tauchten sie - PUFF - auf, und - PUFF - waren sie wieder
weg! Man musste also die ganze Insel mit den Augen wie mit einem Scanner abtasten, reaktionsschnell
sein, eine ruhige Hand haben - und außerdem ein Monsterobjektiv besitzen. (Und zumindest was
letzteres betrifft, war ich die einzige.) Die Vögel waren so weit weg, dass Edi mit unserem schon
relativ weitreichenden 18-200 mm-Standard-Objektiv keine Chance hatte. Und auch ich musste
manch ein Foto in die Tonne klopfen, denn die Entfernung und der Regen wirkten sich natürlich
 auf die Qualität aus.




Dem entsprechend sind die Fotos nicht ganz das geworden, was ich mir ursprünglich von dem
Besuch auf einer Vogelinsel mit Puffins erwartet hatte, aber in Anbetracht der Umstände bin ich
dennoch zufrieden.

Und damit ich auch ein schönes Portrait in mein Fotobuch sowie meinen Reisebericht
einbauen kann, habe ich Andi vom Blog Flögis Reisen gefragt, ob sie mir eine ihrer wundervollen
Papageitaucher-Nahaufnahmen für diesen Zweck überlassen würde. Das hat sie lieberweise getan
- und ihr könnt euch das Portrait hier unten ansehen:




Andi hat noch viel mehr Puffin-Fotos in ihrem Blog gezeigt - hier der KLICK zu einem 
ihrer Papageientaucher-Postings. Und HIER könnt ihr euch nicht nur Wissenswertes über
diese beliebten Vögel durchlesen, sondern außerdem ein entzückendes Filmchen ansehen.

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Nach unserem Ausflug auf die Insel Vigur kehrten wir nach Ísafjörður zurück und sahen 
uns dort noch ein bisschen um. Das Wetter war allerdings nach wie vor sehr unfreundlich, 
weshalb es nur ein kurzer Streifzug durch das Städtchen wurde. Witzig fanden wir in dem 
Zusammenhang den Hinweis auf den Tischen in einem Restaurant-Garten, dass man, um
von Personal bedient zu werden, bitte ins Lokal hineingehen möge. Ich denke, bei Regen und
maximal 10 Grad kommen selbst unter Isländern nur die hartgesottensten auf die Idee, dass
sie draußen sitzen könnten. Fesch fanden wir die Wikingerbraut hier unten; ich glaube, sie
gehörte zum Personal des Lokals - oder zum örtlichen Fremdenverkehrsverband.




Der Ort selbst war hübsch mit seinen bunten Häusern, und auch einen vergleichsweise günstigen
Laden mit Islandpullis und anderen Strickwaren gab es hier. Leider ist die Islandwolle aber zu kratzig
für mich  - ich habe hier und in mehreren anderen (teureren) Läden sowohl die Pullover und Jacken
als auch Mützen und Handschuhe berührt, weil ich gern ein solches Stück mit nach Hause genommen
hätte. Und sie sahen ja auch so flauschig aus - aber sie erinnerten mich in ihrer Haptik dann doch zu
sehr an manches unangenehme Wollkleidungsstück aus meiner Kindheit, bei dem ich mich nur danach
sehnte, es mir endlich wieder vom Leib reissen zu können...



Ísafjörður mit der Ísafjarðarkirkja (zweites kleines Bild rechts oben)




Zurück auf der Preziosa blieb ich also bei meinen von Zuhause mitgebrachten
Kleidungsstücken, da weiß ich wenigstens, was ich habe 😉. Die Kleidungsempfehlung für den
Abend lautete mal wieder "elegant", und hier unten seht ihr meine Interpretation davon: Diesmal
trug ich über meinem Kleid vom ersten Abend ein farbharmonisches Shirt und verwandelte das
Ganze somit in eine Rock-Oberteil-Kombination, gebändigt durch meinen Kimono-Gürtel und
ergänzt durch einen ebenso roten Unterrock aus Bio-Baumwoll-Tüll, grüne Strumpfhose, grüne
Stiefletten, rot-bunte Ketten. Wer genau hinsieht, wird feststellen, dass mein seit dem Sommer
aktualisiertes Profilfoto aus der Fotoserie dieses Abends stammt.





Wettergott Thor dürfte mit dieser Wahl auch einverstanden gewesen sein -
jedenfalls zeigte er sich zumindest abends von seiner versöhnlichen Seite. Vielleicht wollte er
uns aber auch nur vera*schen - den ganzen Tag über Regen und jetzt, wo wir an Bord waren, blaue
Streifen am Hoizont? Nun, das würde sich ja spätestens am nächsten Morgen zeigen, wenn wir in
Reykjavik ankamen und zu unserem Ausflug The Golden Circle aufbrachen...


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Herzlichen Dank für euer Interesse an meinem Reisebericht - Fortsetzung folgt!

Meinen heutigen Beitrag schicke ich wegen der schönen Natur auf der Vogelinsel
zu ANL - A New Life und zum Natur-Donnerstag von Ghislana / Jahreszeitenbriefe.
Außerdem zu den "Modischen Matronen" Beate, Natalia und Tina,  


Am Schluss noch ein Filmtipp, der auch mit einer unserer Reisen zusammenhängt: Im Rahmen
meines Namibia-Reiseberichtes erzählte ich euch ja auch einiges über Geparden - und ich erzählte
euch, dass heuer im Herbst der Film Maleika über eine großartige Gepardin in der Serengeti und ihre
Jungen herauskommen wird. Dieser Film ist mittlerweile in den Kinos, wir Rostrosen haben ihn
bereits gesehen. HIER könnt ihr eine Filmkritik lesen - die darin geäußerte Beschreibung "emotional
und bildgewaltig" sagt schon sehr viel über den Film aus. Hier noch ein Spezialtipp von mir:
Taschentücher mitnehmen! Der Film hat zwar jede Menge Momente, die uns zum Lachen brachten,
aber er ist stellenweise auch traurig, sehr berührend - und er macht einem hautnah bewusst, welch
harter täglicher Existenzkampf das Leben wilder Tiere ist.


 Fotos: Herr und Frau Rostrose
Herzliche Rostrosengrüße,
eure Traude
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Sonntag, 15. Oktober 2017

ANL # 22 - Übers sinnvolle und nachhaltige Konsumieren + Wer hat den Guppyfriend gewonnen?

Servus ihr Lieben!
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Achtung - dieser Post enthält keine bezahlte Werbung. Aber er enthält Informationen
 über Produkte, die teilweise namentlich genannt oder als Foto gezeigt werden und die einen 
Beitrag zu einem umweltfreundlicheren Leben leisten können. Es wurde außerdem
ein Produkt verlost, das dabei helfen kann, die Verschmutzung durch Mikroplastik zu 
verringern.


Willkommen zur 22. Linkparty rund um den Themenbereich Achtsamkeit + Nachhaltigkeit 
+ Lebensqualität = A New Life! Heute geht's bei mir ums "möglichst sinnvolle Konsumieren". 

Dass der Mensch, sofern er auch nur annähernd das Geld dazu besitzt, oft zum recht wahllosen
Konsumieren neigt, kann man an jeder Supermarktkasse oder z.B. auf Märkten mit billiger Kleidung 
und billigem Klimbim sehr gut beobachten. Und ich möchte gar nicht wissen, wieviel unnötiges 
Zeug bei Werbe-TV-Sendern und im Internet zusammengekauft wird. So richtig viel Schrott habe 
ich zwar nie erstanden, aber wenn ich kritisch auf mehr als 35 Jahre Erwachsenenleben zurückblicke, 
war dann doch einiges dabei, das ich nicht brauchte, nie verwendet habe oder das einfach nur billig 
und nicht lange haltbar war. Wie sieht's in diesem Punkt bei euch aus?




In einigen meiner früheren Posts habe ich euch erzählt, dass sich bei meinem Kaufverhalten 
spätestens seit dem Start der Aktion ANL einiges verändert hat. Von "Unfehlbarkeit" bin ich noch 
meilenweit entfernt und ich denke, das ist auch nur schwer zu schaffen (Luft nach oben gibt's immer) 
... aaaber: Ich kaufe zunehmend bewusster - und somit auch sparsamer - ein, ohne dadurch so etwas 
wie "Verzicht" zu empfinden. 

Die Sache ist noch dazu ansteckend - denn mein Mann sowie meine Tochter haben ebenfalls damit 
begonnen, dort und da nach neuen, umweltfreundlicheren Wegen zu suchen... und haben auch schon 
manch einen gefunden. Darüber will ich euch heute und im nächsten ANL-Beitrag ein bisserl was 
erzählen. Und am Ende des heutigen Beitrages gebe ich außerdem bekannt, wer den HIER verlosten 
Guppy-Friend-Waschbeutel gewonnen hat.
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Der neue Rock:
Für alle, die sich am liebsten Outfit-Fotos ansehen, fange ich gleich mal mit meinem neuen Rock 
an. Die Ankäufe von Kleidungsstücken haben sich bei mir in den letzten zwei Jahren zwar gehörig 
reduziert - ganz damit aufgehört habe ich aber nicht. Und so ist beispielsweise im heurigen Sommer 
ein Bio-Baumwoll-Jacquard-Rock in meinen Kleiderschrank gewandert, den ich an einem Minus-25-
%-Tag beim Umweltversand Waschb*r erbeuten konnte. (Auch das fällt für mich unter "sinnvolles
Konsumieren": Abwarten können, bis mir der Preis für ein hochwertiges Stück okay erscheint, anstatt
in einem Billig-Laden ein Kleidungsstück zu kaufen, für das z.B. Baumwollfarmer, FärberInnen,
WeberInnen, NäherInnen ausgebeutet wurden und jede Menge Pestizide in die Welt geblasen
wurden.)


Noch einmal "How to style a Band-Shirt" - hier trage ich mein Gov't Mule-Shirt zum neuen Rock,  
dessen Muster und Farbgebung meiner Meinung nach sehr gut mit dem Shirt harmoniert.


Der gerade Schnitt ist bei Röcken eigentlich nicht "meins", aber manchmal möchte ich gern etwas 
Neues / Anderes ausprobieren - und ich fand das Muster und die tollen Farben unwiderstehlich.

Damit es euch bei den eher trockenen Themen nicht langweilig wird, streue ich in mein heutiges 
Posting immer wieder mal Fotos von Kombinationen mit meinem neuen Rock ein.  


Mit dem Bio-Baumwoll-Spitzenrock habe ich das neue Röcklein hier auf eine Länge gebracht, die ich für mich besser 
finde, wenn ich unbestrumpft bin. (Diese Fotos stammen von Ende August, da war's noch warm genug für "ohne Strümpfe", 
aber nicht zu heiß für diesen Rock.) 



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Wiederbefüllbare Kaffee-Kapseln:
Machen wir mit meiner Tochter Jana weiter: Als sie vor ein paar Jahren in ihre eigene Wohnung 
nach Baden zog, bekam sie von der damaligen Freundin ihres Vaters eine Kapsel-Kaffeemaschine 
geschenkt. Inzwischen trinkt Jana häufiger Kaffee als früher, und es begann sie zu stören, dass durch 
die Aluminiumkapseln so viel Müll verursacht wird. Noch dazu ist die Maschine eine Nespr*sso - 
und nachdem sie mittlerweile weiß, welches Schindluder Nestlé mit Natur und Menschen treibt, 
wollte auch Jana diese Firma nicht mehr unterstützen. Aber ein funktionierendes Gerät auf den Müll 
zu werfen, ist auch keine sinnvolle oder nachhaltige Lösung. Und so wünschte sich meine Tochter zu 
einem der nächsten Anlässe wiederbefüllbare Kapseln, die mit ihrer Maschine kompatibel sind. Die 
gibt es - und so sehen sie aus: 




Die werden heuer im "Nikolaus-Sackerl" für Jana landen. Und die eine oder andere Packung Fair-
Trade-Bio-Kaffee wird es auch noch dazu geben. Vielleicht wäre das auch ein sinnvolles Geschenk 
für manche andere Kapselkaffeemaschinen-Besitzer?

Es gibt übrigens auch kompostierbare Kaffeekapseln, die allerdings bei der Utopia-Bewertung 
nicht so toll abgeschnitten haben...
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Das Auto an der Steckdose:
Gleich mal ein paar Bemerkungen vorweg: Autos sind für uns Rostrosen kein Statussymbol, sondern
ein Mittel zum Zweck. (Wir geben unser Geld lieber für Reisen aus.) Und was die von uns immer
wieder fotografierten Oldtimer betrifft - sie gefallen uns zwar, aber wir besitzen keinen, sondern sehen
sie uns nur gerne an und erfreuen uns an ihrer Ästhetik.

Natürlich ist ein Dasein ohne Auto möglich und der bei weitem umweltfreundlichste Weg - hier am
Land mit nur wenigen Einkaufsmöglichkeiten in Fußdistanz, mit eher schlechten Öffi-Verbindungen,
mit Arbeitsplatz in Wien und den Besuchen meiner Mutter zweimal pro Woche in einem Wiener
Pflegeheim, würde es sich allerdings doch sehr stark auf unsere Lebensqualität auswirken. Jedenfalls
besaßen und besitzen wir kein Fahrzeug der oberen Preisklasse. Wir haben - im Gegensatz zu den
meisten anderen Berufstätigen in unserer Wohngegend - auch nur ein Auto, denn mein Mann fährt
mit dem Zug nach Wien (bzw. bei Bahn-Problemen bis zur Wiener Stadtgrenze zusammen mit mir
 im Auto). 


Fotos von einem angenehmen Tag Anfang September - diesmal trug ich zum neuen Rock ein Shirt und Leggings in Petrol.


Unser alter H*undai war schon ein bisserl in die Jahre gekommen, und außerdem war er ein 
Dieselfahrzeug. Als wir ihn seinerzeit gekauft hatten, dachten wir noch, Diesel wäre die bessere 
Lösung, unter anderem, weil es auch Biodiesel gibt - aus Raps und die heimischen Bauern fördernd. 
Haha - inzwischen wissen wir, dass wir in dieser Hinsicht blauäugig waren: Biodiesel wird wegen der 
großen Nachfrage größtenteils aus Palmöl hergestellt - und dafür sterben Regenwälder. Mehr dazu 
HIER. In der aktuellen Liste der "umweltfreudlicheren Autos" fehlen Dieselfahrzeuge generell.

Wir begannen schon vor einiger Zeit über Alternativen nachzudenken, deren Vor- und Nachteile 
abzuwägen und zu überlegen, wie sich das alles in unser Leben integrieren ließe.


An einem Regentag Mitte September trug ich den Rock zu einem türkisen, Spitzen-verzierten Fledermaus-Ärmel-Shirt,
zu schwarzen Leggings, Tüpfelsocken und Ballerinas. 


 Reine Elektroautos, die eine lange Ladezeit haben, würden uns zwar gut nach Wien und zurück 
bringen, sind aber unpraktisch für uns, wenn wir mit dem Auto längere Strecken fahren wollen. Vor 
ein paar Jahren erzählte uns meine Freundin Judith dann, sie habe sich ein Hybrid-Fahrzeug zugelegt 
und wäre damit sehr zufrieden. Ich bin keine Technik-Versteherin, habe mir aber von meinem 
Göttergatten erklären lassen, was ein Voll-Hybrid-Auto ist: Es wird von mindestens einem Elektromotor 
und einem weiteren Motor (z.B. mit einem Benzintank) angetrieben - für gewöhnlich gleichzeitig
Dadurch wird u.a. der fossile Kraftstoffverbrauch verringert. Und Elektroantrieb - vor allem aus 
Ökostrom - gilt heutzutage ja als die umweltfreundlichere Variante bzw. als erneuerbare Energie.

Dies alles legten wir erstmal in unserem geistigen Aktenschrank als "merkenswert, aber nicht so
ganz perfekt für uns geeignet" ab. Bis mein Mann heuer die Information erhielt, dass es ab dem
Spätsommer bei unserem Händler einen für uns erschwinglichen Plug-In-Hybrid geben würde. 


Hier nochmal die Kombi von oben mit der drübergezogenen schwarzen Häkeljacke - da wiederholt sich das Zickzackmuster 
des Rockerls recht hübsch.


Was ist nun der Unterschied zwischen einem Vollhybrid und einem Plug-In-Hybrid? 
Mit einem Vollhybrid kann man bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h nur ca. zwei Kilometer 
rein elektrisch fahren. Sein Akku ist kleiner. Ein ausschließliches Fahren mit Benzin ist nicht möglich.
Der Plug-in besitzt einen größeren Akku und somit eine größere Elektro-Reichweite - und er kann 
einerseits rein elektrisch fahren und andererseits komplett auf den Benzinmotor umschalten.

Wer sich mit dem Thema schon mal beschäftigt hat, wird wohl über die Kritikpunkte Bescheid 
wissen, die es im Zusammenhang mit der Plug-In-Technik gibt: Kurz gesagt, stellt er für manche 
Kritiker ein Elektroauto mit einem überflüssigen und viel zu schweren Verbrennungsmotor dar. Aber 
das ist eine ziemlich krasse Vereinheitlichung. Für die Befürworter der Plug-Ins ist diese Technik 
hingegen das Beste aus zwei Welten. 

Letztendlich  hängt es ganz davon ab, wie oft, wie weit und wie man fährt. 
Mit einem Elektromotor, mit dem man etwa 60 Kilometer emissionsfrei fahren kann, hat ein Plug-
In-Hybrid nämlich die ideale Reichweite für Pendler zwischen z.B. Wien und den nahegelegenen 
niederösterreichischen Bezirken. Und er ist keineswegs eine "lahme Ente" (ohne Enten jetzt nahe 
treten zu wollen), sondern kann, wenn die Person am Lenkrad es will und die Verkehrslage es zulässt, 
sogar äußerst spritzig sein 😉. HIER ein vielleicht für euch interessanter Test-Bericht dazu. Nach 
einer für mich sehr aufregenden Probefahrt (ich sage nur: Automatikgetriebe! Wohin mit meinem 
Kupplungsbein?!?!?) und einigem Abwägen wurde dieser Wagen schließlich von uns gekauft. So 
sieht er aus:




Inzwischen habe ich mich natürlich dran gewöhnt, dass das Fahrzeug das Schalten für mich 
übernimmt. Wenn ich schonend fahre (also ohne starke Beschleunigungen und nicht schneller als 
130 km/h) kann ich rein elektisch nach Wien und wieder zurück kommen! Bei weiteren Strecken 
schaltet der Wagen automatisch auf den Benzinmotor um. Zu Hause wird er in unserer Einfahrt an 
die ganz normale Haus-Steckdose angehängt und kann sich wieder mit Strom vollsaugen. Wir sind 
übrigens gleichzeitig mit dem Autokauf auch endlich auf Ökostrom umgestiegen - der ist zwar etwas 
teurer, aber dafür umweltfreundlicher und wird (jedenfalls in Österreich) vom Staat gefördert. 
Benzin getankt haben wir, seit wir das Auto besitzen, erst zwei Mal. Der Benzinverbrauch liegt
bei unserer Fahrweise / unseren Fahrtstrecken bei etwa 2 Litern pro 100 km.


The Winner is ...
Und nun, ihr Lieben ist es endlich so weit - ich gebe die Gewinnerin oder den Gewinner meines
Giveaways aus dem Beitrag ANL # 21 - Thema Mikroplastik: Infos und Verlosung! bekannt.
  Verlost wurde ein spezieller Waschbeutel für Maschinen- und Handwäsche, der abgebrochene 
Fasern aus dem Waschwasser filtert bzw. das Abbrechen überhaupt gleich verhindert und somit 
dazu beiträgt, die Verschmutzung unseres Wassers durch Mikroplastik zu stoppen.





Zunächst noch vielen Dank für eure rege Beteiligung - und auch für all eure tollen Beiträge beim
ANL-Linkup. Nun will ich euch aber nich mehr länger auf die Folter spannen und mach's kurz -
gezogen habe ich Daniela S., die mir folgenden Kommentar unter dem Posting hinterlassen hat:


Hallo Traude!
So einen Beutel kannte ich bislang noch gar nicht, sehr interessant. Würde ich 
gerne ausprobieren und mich deshalb über den Gewinn freuen! :-)
Wie immer hast du dich sehr mit dem Thema auseinander gesetzt, gefällt mir. 
Und unbedingt mehr davon :-)
LG, Daniela

Liebe Daniela, herzlichen Glückwunsch! Schreibe mir bitte per Mail eine Nachricht, wohin ich dir
deinen Guppyfriend schicken kann. (Meine Mailadresse ist in meinem Profil hinterlegt).

Alle anderen sind hoffentlich nicht allzu sehr enttäuscht. Und wer gerne einen solchen Waschbeutel
kaufen möchte - der „Guppyfriend“ ist mittlerweile im (Online-)Handel erhältlich - KLICK.


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Und nun, ihr Lieben, seid wieder ihr an der Reihe mit euren Themen, die die Welt ein
Stückerl besser machen. Unter diesem Post könnt ihr eure eigenen Beiträge bis zum Abend des
1. November verlinken. Jede Menge Anregungen dazu findet ihr HIER - und zu den Spielregeln in 
Kurzform kommt ihr HIER
Wenn ihr auf diese
Links klickt, bekommt ihr übrigens auch eine Anleitung, wie das mit dem Verlinken funktioniert (für
alle, die es bisher nicht versucht oder geschafft haben). Habt keine Scheu, auch Ideen zu posten, die
 euch "klein" erscheinen - erzählt oder zeigt uns bitte jede Kleinigkeit, mit der ihr die Welt zu einem
besseren Platz macht bzw. die zu den Begriffen Achtsamkeit, Nachhaltigkeit, Lebensqualität passt.
Denkt daran: Jede gute Idee kann ansteckend wirken!

Oh, und bitte denkt daran - die meisten Beiträge, die ihr hier bei ANL verlinkt, passen auch
gut zur Blogparade von EINaB, wo ich im September den Artikel zum Thema "umweltfreundliches
Wäschewaschen"  gepostet habe. Dort könnt ihr eure Beiträge ebenfalls verlinken und so "unters
Volk bringen". Meinen heutigen Beitrag schicke ich ebenfalls zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben


  Mit diesem Post bin ich außerdem bei folgenden Blogparaden dabei:
Sunnys Um Kopf und Kragen bzw. Schmuckkistl, Tinas Freitagsoutfit 

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Herzliche Rostrosengrüße
von eurer Traude
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Mittwoch, 11. Oktober 2017

Island-Kreuzfahrt Teil 7 - Húsavík, ein göttlicher Wasserfall und Ankunft in Ísafjörður

Hej, liebe Mitreisende!
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Falls ihr euch gefragt habt, warum ich in letzter Zeit eher wenig kommentiert habe: Ich war mal wieder weg - allerdings 
nur eine Woche lang auf "Sommerverlängerung und Freundinbesuch" in Spanien. (Ja, obwohl ich den Herbst liebe, sind 
so ein paar warme Tage im Oktober eine Wohltat: Es gab Badewetter bei ca. 26 bis 29 Grad. Und alles, was unter 30 Graden 
liegt, mag ich - überhaupt, wenn ich mich z.B. in einem Pool abkühlen kann...! Ich weiß, das klingt nach Luxusgeschöpf  😉)
Doch über diese Tage bei unserer Freundin Marion erzähle ich euch ein andermal mehr, sonst komme ich hier durcheinander 
beim Switchen zwischen warm und kalt bzw. zwischen Spanien und Island. Mit letzterem soll es nämlich hier und heute 
weitergehen... Vorher möchte ich allen, die mir liebe Kommentare zu diesen zwei vorbereiteten Postings während meiner 
Abwesenheit hinterlassen haben, noch ganz herzlich danken:

Island-Kreuzfahrt Teil 6 - Polarkreisüberquerung und Walbeobachtung bei Húsavík
 und Herbstliebe: Fotospaziergang in Beerentönen

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Und was mein bis 10.10. laufendes Giveway aus DIESEM Post betrifft: Die Verlosung des Guppyfriend-Waschbeutels 
zur Vermeidung von Mikroplastik im Wasser führe ich dieser Tage durch und gebe bei meinem kommenden ANL-Posting 
am 15. Oktober bekannt, wer gewonnen hat! 😊👍🐬 Danke fürs Mitspielen!!!

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Immer noch TAG 5 - 2.6.2017, immer noch Sonne, Wolken, Regen, 8° bis 10° C:
Nach unserer spannenden Walbeobachtungs-Tour 🐳 blieben wir noch eine Weile in Húsavík
und hatten dort Gelegenheit, uns die örtliche Kirche und das Walmuseum anzusehen.




Das Kirchlein von Húsavík wurde im Jahr 1907 errichtet (wie wir von dem blau-weißen 
Jubiläumsteller erfuhren). Es ist etwas größer als die üblichen isländischen Landkirchen 
und wirkt durch die weißen Holzwände außen und innen sehr freundlich und hell - selbst
bei grauem Himmel. 




Das Walmuseum in Húsavík besteht seit 1997 und wurde gegründet, um der Öffentlichkeit 
Informationen über die Geschichte des isländischen Walfangs, Walbeobachtung, Walstrandungen
sowie über die Biologie und Bedrohung der in isländischen Gewässern vorkommenden Wale zu
geben. Im oberen Geschoss des Gebäudes werden Skelette von insgesamt neun unterschiedlichen
Arten ausgestellt. Dadurch wird einem noch klarer als bei einer Whale Watching Tour, wie riesig
beispielsweise solch ein Buckelwal ist... (Vom Kutter aus kamen mir die Wale rein gefühlsmäßig
kaum größer vor als Elefanten - selbst wenn ich natürlich wusste, dass es anders ist - man sieht
eben immer nur Teile von ihnen...  Aber so ein Wal-Skelett zeigt einem dann sehr anschaulich,
dass ein Elefant gegen so einen Wassersäuger ein ziemlicher Winzling ist. Und ein Menschlein
 erst recht.

(HIER habe ich  einen Größenvergleich Elefant / Blauwal gefunden.)




Nach dem Museumsbesuch verließen wir Húsavík, denn wir hatten an diesem Tag noch ein 
anderes großartiges Ziel - den Goðafoss (Wasserfall der Götter): 

Unserer Reiseleiterin und auch diesem Link - KLICK - zufolge wurde im Jahr 1000 n.Chr. beschlossen, dass Island das 
Christentum als Staatsreligion annehmen würde. (Dieser Schritt ergab sich aufgrund einer wirtschaftlichen Abhängigkeit 
von Norwegen - sprich: die Norweger wollten kein Holz mehr auf die baumlose Insel Island schicken, es sei denn...) 
Deshalb warf der damalige König Þorgeir als symbolischen Akt die Abbilder der heidnischen Götter in den Wasserfall 
- und so kam  der Goðafoss zu seinem Namen. Ob es sich dabei um eine Sage handelt, wie sowohl in der verlinkten Seite
 als auch von Wikipedia behauptet wird, oder um tatsächliche historische Ereignisse, wie es die diversen isländischen 
Reiseleiter darstellten, kann ich nicht so genau sagen. Ich glaube allerdings, dass in Island Geschichte und Geschichte
 ohnehin sehr stark miteinander verflochten sind.




Leider muss wohl vor über tausend Jahren auch Thor, der mächtige nordische Wettergott, in die
Schlucht gestürzt worden sein, und nun rächte er sich ausgerechnet an uns - die wir für die
Christianisierung der Insel nun aber wirklich nichts können! Jedenfalls hielt er sich nicht an die
Regel, dass sich das Wetter in Island alle fünf Minuten ändern würde: Er ließ es einfach die ganze
Zeit regnen... Aber ihr seht ja, das rostige Röslein war gut ausgerüstet - ich trug eine Regenjacke
(und darunter meine Merinowoll-Jacke) und wasserdichte Schuhe. Meine Hose war allerdings
nicht wasserdicht - es wäre also etwas unpraktisch gewesen, bei dem Balanceakt, den ihr unten
seht, auszurutschen und ins Wasser zu plumpsen. Aber ich musste unbedingt möglichst nah an
das Getöse heran: No risk, no fun! (Und wie zu erkennen ist, habe ich es ja geschafft - sowohl
in die eine als auch in die andere Richtung 😉👍)




Der Goðafoss ist zwar nur 12 Meter hoch, aber allein schon aufgrund der Lautstärke, mit der
das Wasser dort in die Tiefe donnert, ordentlich beeindruckend. Und es sieht toll aus, wie sich
die Wassermassen da die Schlucht hinabstürzen und dabei so viel Gischt verspritzen, dass wohl
auch an Nicht-Regentagen ein Regenmantel durchaus von Vorteil ist.

In der Gegend um den Götter-Wasserfall hätte es noch ein paar andere interessante Ausflugsziele gegeben - zum Beispiel 
den Mývatn (Mückensee) mit seinen interessanten Lavaformationen sowie mehrere Vulkankrater und Geothermalfelder. Aber 
da wir an diesem Tag ja schon eine Walbeobachtungsfahrt hinter uns hatten und um spätestens 20.30 Uhr wieder an Bord 
sein mussten, wurde daraus leider nichts. (Das ist z.B. einer der Nachteile bei einer Kreuzfahrt: Zumeist ist man nur kurz an 
einem Ort, muss sich aus verschiedenen Ausflugsmöglichkeiten eine herauspicken - und versäumt alle anderen. Im Blog von 
Andi / Flogis Reisen könnt ihr euch aber HIER ansehen, was sie und ihr Mann dort in der Gegend noch alles gesehen 
haben.)

 


Diesmal kamen wir nicht rechtzeitig für das Abendessen im Speisesaal zurück: Es gibt auf den MSC-
Kreuzfahrtschiffen üblicherweise zwei Beginnzeiten für das Dinner. Wir hatten die erste Tischzeit gewählt, und die ist 
bereits um 17:45 Uhr. Die zweite wäre nämlich erst um 20:15 Uhr, und das ist uns deutlich zu spät für ein dreigängiges 
Menü. Deshalb seht ihr hier und heute auch kein Abendoutfit - denn wir gingen nach dem Ausflug gleich zum Buffet. 
Dort gibt es (fast rund um die Uhr) in Selbstbedienung eine große Auswahl an Speisen aller Art - und es geht komplett 
zwanglos zu. Trotzdem war uns normalerweise das Verwöhnprogramm durch unseren Tischkellner Hery, das feine Menü 
und die nette Gesellschaft unserer beiden Tischnachbarn im edlen Speisesaal lieber.


TAG 6 - 3.6.2017:
Wettervorhersage von der Brücke: Sonne, Wolken, 7° bis 10° C
(Nanu? Heute KEIN REGEN? Ich fürchte, den hatte man nur hinzuschreiben vergessen... 😉)


Nun aber gleich zu einem großen Vorteil, den Kreuzfahrten haben:
Während wir friedlich in unseren Betten schlummerten, war das Schiff nämlich schon wieder
unterwegs zu unserem nächsten Ziel. Die Entfernung zwischen Akureyri und Ísafjörður beträgt
zwar (laut DAILY program) nur 186 nautische Seemeilen, doch die Fahrt dauerte die ganze Nacht.
Und als wir gerade beim Frühstück saßen, warf die Preziosa vor Ísafjörður, einer Stadt im
äußersten Nordwesten Islands, ihren Anker aus.




Um nach Ísafjörður - oder auch nur zum Hafen und den dort liegenden Ausflugsbooten - zu
 kommen, mussten wir eins der Tenderboote nützen, die den ganzen Tag über zwischen der Stadt
und der Preziosa hin- und herpendelten. Wir hatten auch diesmal wieder einen Ausflug gebucht,
und zwar zur Vogelinsel Vigur.




Leider war dies - siehe oben - ein weiterer Regenmantel-Tag -
ich hoffte aber, der nachtragende Wettergott würde wenigstens in fünf Minuten oder in einer halben
Stunde ein Einsehen haben und noch vor unserer Ankunft auf Vigur mit seinen Rache-Aktivitäten
aufhören. Hier oben seht ihr jedenfalls ein paar eilig auf unserem feuchten Balkon entstandene Bilder
von dem, was ich mir unter dem Regenmantel anzog - diesmal hatte ich einen rot-currygelben Tag;
das wollige Dreieckstuch, das mir Ines Meyrose geschenkt hat, durfte auch wieder mit von der Partie
sein und mir flauschig-weich den Hals wärmen. Die Schlapferln wurden nach den Fotos freilich noch
gegen meine Trekking-Boots (aka Wanderschuhe) ausgetauscht. Und meine Handschuhe trug ich
draußen auch wieder.  




Bei der Ausschiffung war's gerade trocken! Und als wir im Hafen von Ísafjörður ankamen,
auch noch. Aber als wir den Hafen mit unserem Ausflugsboot Ingólfur verließen, gab's wieder
ein paar Regentropfen.

Die Frau hier unten hatte übrigens irgendwas mit dem Ausflugsboot zu tun, ich aber weiß nicht
mehr, ob sie unsere aufs Shirt geklebten "Tickets" überprüfte oder was sie sonst an Bord zu erledigen
hatte, aber ich fand ihr graues Islandwoll-Gilet so hübsch, deshalb musste ich sie fotografieren.
Und das strahlende Lächeln der anderen Isländerin, die ihr in der nächsten Collage seht, ebenfalls.


Links seht ihr ein gerahmtes Seefahrer-Gebet in isländischer Sprache; es hing an der Wand des Ausflugsbootes. 
Die Sprache hat sich übrigens durch die Isolation Islands kaum verändert und ähnelt noch heute stark dem Altnordischen.




Und so fuhren wir also bei Nieselregen aber mit guter Laune der Insel Vigur entgegen.
Ob wir wohl die hübschen Papageientaucher sehen würden? Und wenn ja, ob sie sich fotografieren
lassen würden, wo doch gerade Brutzeit war (die diese Vögel hauptsächlich zurückgezogen
in ihren Bruthöhlen verbringen)?

Nun, das ist eine andere Geschichte, die ich euch erst im nächsten Kapitel meines Island-
Reiseberichts erzählen werde. In diesem Sinne: Fortsetzung folgt!


 Fotos: Herr und Frau Rostrose
Herzliche Rostrosengrüße,
eure Traude
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Samstag, 7. Oktober 2017

Herbstliebe: Fotospaziergang in Beerentönen

Servus ihr Lieben! 
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ


Im September zeigte ich euch HIER einige Fotos von Walkingrunden durch den
Lainzer Tiergarten. Heute bekommt ihr weitere Fotos von dort von einem anderen sonnigen
September-Tag zu sehen. An diesem Tag hatte ich die Walkingstöcke daheim gelassen, weil
ich mal wieder Lust auf Fotos aus der Nikon und nicht aus dem Smartphone hatte.


Die Brombeer-Brosche war von vielen Jahren ein Geschenk von Marianne-Oma; die echten Beeren wuchsen am Lainzer Waldrand.  
Verlinkt bei Rot ist die Welt!


Die Kleidung, die ich an diesem Tag trug, hätte auch gut zum September-Thema der
Modischen Matronen*) gepasst, das lautete nämlich "Von der Natur inspiriert", doch ich
bin aus verschiedenen Gründen am "Hinterherhinken", und deshalb bekommt ihr meinen
"Brombeer-Look" erst jetzt im Oktober zu sehen. Und was den Rest betrifft - lasst euch
doch einfach von mir auf einen Herbstspaziergang mitnehmen...

:) Wer die "Modischen Matronen" noch nicht kennt - hier findet ihr sie: Beate, Natalia und Tina.


Die Jacke und das Fransen-Halstuch, die ich über meine Brombeer-Kombi anzog
Herbstzeitlosen und Auerochsen, auch "Ur" genannt

Bei Auerochsen handelt es sich um die Stammform des Hausrinds; diese wurde zu Beginn des
17. Jahrhunderts ausgerottet. Im frühen 20. Jahrhundert jedoch wurden die urtümlichen Rinder
im Lainzer Tiergarten zurückgezüchtet und weiden hier nun wie in alter Zeit.






Mufflons (die Vorfahren unserer Hausschafe), Damwild (das ursprünglich aus Vorderasien 
stammt), Rothirsche, Rehe ... grasen hier auch. Und zwar zum Teil in geräumigen Gehegen, zum
Teil in freier Wildbahn. Ich habe von Bestrebungen gehört, dass nach und nach sämtliche Tiere
 aus dem Lainzer Tiergarten in die freie Wildbahn entlassen werden sollen. Wie weit diese Pläne
inzwischen gediehen sind und ob etwas daraus wird, weiß ich allerdings nicht. Mehr über die
Tiere im Lainzer Tiergarten HIER.



Das im oberen Bild etwas schiefe, kecke und unten freundlich-fotogene Grinsen dieses Mufflons fand ich sehr charmant!


Die einzigen Bäume, die an diesem Tag schon so richtig zu "herbsteln" schienen, waren die
Kastanien, die von der Miniermotte ziemlich heftig in Mitleidenschaft gezogen wurden. Ich 
kann mich noch gut an die gesunden, kraftstrotzenden Kastanienbäume meiner Kinderzeit 
erinnern...




Eine Runde um die Hermesvilla musste auch wieder sein... Diesmal zeige ich euch den
Namensgeber des Schlosses, den "Götterboten Hermes" mit seinen Flügeln an Schuhen und
Helm, etwas näher als beim letzten Mal.




Könnt ihr euch noch erinnern, dass ich euch in meinem letzten Lainzer-Tiergarten-Post
erzählt habe, dass neben Bienen und Hummeln auch Wespen und Hornissen unter Naturschutz
stehen und nützliche Bestäuber sowie Vertilger von Mücken- und Fliegenlarven sind? Diesmal
sah ich eine ca. drei Zentimeter große Hornisse am Waldrand umherfliegen und schaffte sogar
zwei ziemlich scharfe Fotos von ihr:





Hier unten zeige ich euch noch eine weitere Variante des "Brombeer-Looks" - mit derselben
Bluse und anderen "Zutaten". Jetzt ist es zum Glück wieder kühl genug, um z.B. zwei Röcke
übereinander zu tragen. Ich liebe den Lagenlook - und ich liebe den Herbst!




Meinen heutigen Beitrag schicke ich zu ANL - A New Life
zum Natur-Donnerstag von Ghislana / Jahreszeitenbriefe,
zu Sunnys Um Kopf und Kragen bzw. Schmuckkistl, Tinas Freitagsoutfit  
und Sabines Aktion Outfit des Monats. 
Außerdem zu den "Modischen Matronen" Beate, Natalia und Tina.
Und meine erste Collage verlinke ich bei Rot ist die Welt!

Herzlichen Dank auch für eure lieben Zeilen zu meinem letzten Reiseberichts-Beitrag
Island-Kreuzfahrt Teil 6 - Polarkreisüberquerung und Walbeobachtung bei Húsavík
- bald schon geht es mit dem Reisebericht weiter!


Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ
Fotos: Herr und Frau Rostrose
Alles Liebe von eurer Traude
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ