Montag, 11. Dezember 2017

Island-Kreuzfahrt Teil 13 - Geothermalgebiet Krysuvik und die Blaue Lagune


Hej, liebe Mitreisende!
๑๑☼๑๑☼๑๑☼๑๑☼๑๑☼๑๑



Immer noch TAG 8 - 5.6.2017:
In der oberen Collage habe ich wieder ein paar der Eindrücke des zweiten Teils unseres Ausflugs
von diesem Tag zusammengefasst. Unter anderem könnt ihr hier schon einen ersten Blick auf das
Geothermalgebiet Krysuvik und auf die Bláa Lónið (Blaue Lagune) werfen. In der Collage unten
seht ihr u.a. ein geothermales Kraftwerk. 

Dazu ein Zitat aus Wikipedia: "Es gibt fünf wichtige geothermale Kraftwerke in Island, die etwa 
24,5 % (2008) des Bedarfs an Elektroenergie des Landes decken. Außerdem liefert die geothermale 
Energie Wärme für Heizung und Warmwasser für circa 90 % aller isländischen Haushalte. Mit 
Erdwärme und Wasserkraft deckt Island 100 Prozent seines Strombedarfs aus erneuerbaren Quellen."

Tja, schön wär's wenn es diese Möglichkeit überall auf der Welt gäbe...
Allerdings müssten wir dann auch alle mit aktiven Vulkanen leben...




Solch einem geothermalen Kraftwerk verdankt die Blaue Lagune ihre Existenz - Zitat Wikipedia:
"Der See entstand als „Abfallprodukt“ des nahe gelegenen Geothermalkraftwerkes Svartsengi, 
das die Energie des gleichnamigen Vulkansystems nutzt." Und weiter: "Thermalwasser aus dem 
Kraftwerk wird nach seiner Verwendung zur Stromerzeugung auf das umliegende Lavafeld geleitet 
und bildet dort einen Salzwassersee in der typisch blau-weißen Farbe."

Das 37° bis 39° warme Wasser ist reich an Mineralien und bekannt für seine heilende Wirkung, vor 
allem bei Schuppenflechte und anderen Hauterkrankungen. Für die türkisblaue Farbe ist übrigens 
Kieselsäure verantwortlich. Früher hatten die Einheimischen freien Zugang zum See, mittlerweile 
ist dort ein Thermalbad entstanden - und falls ihr euch fragt, was die Kräne zu bedeuten haben:
Es wird gerade an einem Luxushotel bei der Lagune gearbeitet...


Bláa Lónið (Blaue Lagune): Der Badebereich ist auf diesen Fotos nicht zu sehen.

In unserem Tagesprogramm war von einem kurzen Aufenthalt bei der Lagune die Rede; nach
Auskunft unseres Reiseleiters war dort jedoch kein Aufenthalt möglich, weshalb wir das türkis
schimmernde Wasser nur vom Bus aus sehen und fotografieren konnten - schade! Aber in den
wirklich spannenden Badebereich hätten wir sowieso nicht reinkönnen. HIER sind Fotos davon.

Während Herr Rostrose und ich ursprünglich keine Lust auf einen Badeausflug (und vor allem auf
danach wieder abtrocknen, anziehen, in den Bus klettern und weitere Besichtigungen unternehmen)
gehabt hatten, denke ich mittlerweile, dass ich - sofern sich irgendwann wieder die Gelegenheit dazu
ergeben sollte - diese nützen und ein Bad in der Blauen Lagune nehmen werde. Denn nach unserem
Auflug plauderten wir beim Mittagessen mit einem Paar, das den Ausflug mit einem zweistündigen
Bad im Heilwasser gebucht hatte, und die beiden schwärmten sehr von diesem entspannenden
Erlebnis und dem angenehmen Hautgefühl danach. (Besonders schön soll solch ein Bad im Winter
sein - ich bin mir nur nicht sicher, ob man mich da jemals wieder aus dem warmen Wasser
rausbrächte...)


Unter anderem kamen wir bei unserer Fahrt durch diesen Ort mit den hübsch bemalten Häusern aus Holz oder Wellblech.


Es gibt eben bei einer Kreuzfahrt so viele mögliche Auflugsziele und nur so wenig Zeit: Für
die Gegend um Reykjavik waren gerade mal zwei Tage eingeplant, und für diesen Zeitraum
wurden neun verschiedene Ausflüge angeboten. Ist natürlich toll, wenn man die Wahl hat, aber
die Entscheidung fiel uns nicht immer leicht. Schließlich pickten wir aus dem Möglichkeiten jene
 Tagesausflüge heraus, die uns möglichst viel Typisches und Interessantes von der Insel
versprachen.

Da ging sich kein Bad in der Blauen Lagune mehr aus - ja nicht einmal eine
Besichtigung der Hauptstadt hatten wir vorgesehen, sondern stattdessen der reizvollen
Landschaft der Insel den Vorzug gegeben. Das bereuten wir aber keineswegs. (Und wie ich
schon im vorigen Reiseberichts-Kapitel erwähnt habe, gab es an diesem Tag noch eine
Überraschung... die genau mit diesem Punkt zu tun hatte...)




Nach einer relativ kurzen Fahrt erreichten wir unser nächstes Ziel, das
Geothermalgebiet Krysuvik, in dem zahlreiche Dampfsäulen aus Löchern im Erdboden
emporsteigen. Diese Gasdämpfe nennt man Solfatare. Dazu erklärt Wikipedia folgendes:  

"Solfataren sind 100 °C bis zu 250 °C heiße postvulkanische 
Exhalationen (Ausströmungen) von Gasen, die hauptsächlich Schwefelwasserstoff (H2S), 
Kohlenstoffdioxid (CO2) und Wasserdampf enthalten. Der Schwefelwasserstoff ruft den 
unverwechselbaren Geruch von faulen Eiern hervor."

Ja, und genau so roch es dort tatsächlich. Doch da wir in der Nähe der Thermenstadt
 Baden bei Wien leben, können wir mit diesem Geruch ganz gut umgehen. Denn Baden ist
berühmt für sein Schwefel-Heilwasser, welches auch auch das „Gelbe Gold“ genannt wird.






Abgesehen von den Solfataren gab es in dem Areal auch in den unterschiedlichsten
Farben schillernde Schlammlöcher und verfärbtes Gestein, das an abstrakte Malerei erinnerte.
Es machte uns Spaß, dort herumzustreunen und das Farbenspiel der Natur zu bestaunen, und
es fühlte sich interessant und ein wenig irritierend an, über Bächlein zu springen, die nicht
kühl waren, sondern vor Wärme dampften.


Seht ihr oben links auf dem Berg den Dampf aufsteigen? Dort "mussten" wir natürlich hinwandern!

An so einem schönen Tag und in einer so faszinierenden Landschaft verspürte ich
das dringende Bedürfnis, mir ordentlich die Beine zu vertreten - im Bus waren wir lange
genug gesessen. Deshalb überredete ich Herrn Rostrose dazu, den Weg bis zu der heißen
Quelle, die man oben auf dem Berg vor sich hindampfen sah, mit mir hinaufzustapfen. Es
war nicht allzu schwierig, ihn zu überzeugen, denn von dort oben würde es auch die
Möglichkeit geben, die gesamte herrliche Landschaft auf einen Blick zu erfassen (und
zu fotografieren 😉).





Und die Aussicht war tatsächlich atemberaubend. (Die Quelle selbst war hingegen
nicht so besonders fotogen.) Unter anderem blickten wir von hier oben auf den Kleifarvatn See
den ich euch in meinem vorigen Island-Kapitel bereits genauer gezeigt habe - KLICK - und auf
die Berglandschaft rundum.




Beim Raufgehen hatte der schlüpfrige Pfad, vor dem das vorhin gezeigte gelbe Schild warnte,
kein großes Problem dargestellt. Da wurden nur die Schuhe gatschig (= österr. für matschig) - und
wie ich euch neulich auf dem Outfitfoto gezeigt habe, trug ich an diesem Tag nur meine Turnschuhe,
weil ich nicht gedacht hatte, dass wir bei diesem Ausflug in unwegsames Gelände kommen würden.
Fataler Fehler!

Beim Runtergehen meinte Frau Rostrose jedenfalls, sie müsse den steilen Hang im Zickzack
laufen (also quasi Runterwedeln wie eine Skipiste 😉 - dass ich gerne Skifahre wisst ihr ja...). Den
Zickzackweg zu nehmen ist normalerweise besser (= bremsender) als die "Direttissima". Wie es
leider auch beim Skifahren ab und zu passiert, "verkantete" ich mich jedoch dabei - und schon war
die linke untere Rostrosenhälfte voller Gatsch - und einen mächtigen blauen Fleck am Bein handelte
ich mir bei der Gelegenheit auch ein. Tja, aber von solchen Missgeschicken lass ich mir meinen
Übermut auf meine alten Tage auch nicht mehr nehmen 😜! (Und mein schönes Strickjackerl ist
bei der Aktion zum Glück sauber geblieben!)




Auf dem Weg zurück zu unserem Schiff kamen wir auch noch durch diese Ortschaft mit weiteren
hübschen, typisch nordischen Häusern. Was ihr in der folgenden Collage außerdem seht (und zwar
rechts oben auf dem kleinen Foto) sind Gestelle, die zum Trocknen von Fisch dienen.




In der nächsten Collage seht ihr dann schon Bilder, die ich in der Umgebung des Hafens von   
Reykjavik aufgenommen habe. Viel näher würden wir dem Zentrum der isländischen Hauptstadt
wohl nicht kommen ....

 ... dachten wir jedenfalls zu diesem Zeitpunkt noch!

Denn im ursprünglichen Reiseplan war vorgesehen, dass wir Island an diesem Tag (also am
5.6.2017) um 17 Uhr verlassen und am 7.6. um 8 Uhr morgens in Kirkwall ankommen würden,
 dem Hauptort der schottischen Orkney-Inseln. Auf diese Station hatte ich mich bereits sehr
gefreut, denn die Orkneys sollen wunderschön sein und wir hatten dort außerdem wieder
einen tollen Ausflug in ein Naturparadies gebucht.

Doch es sollte anders kommen: Auf dem Weg zu den Orkneys herrschte Sturm - Windstärke 9
und über fünf Meter hohe Wellen, wenn ich mir das alles richtig gemerkt habe. Deshalb ersuchte
der Kapitän um Verständnis für seine Entscheidung, nicht zu den Orkneys zu fahren. Stattdessen
würden wir einen Tag länger in Reykjavik zu bleiben und dann gleich direkt nach Hamburg
schippern. (Die Kosten für bereits gebuchte Ausflüge würden wir natürlich rückerstattet kriegen.)





Wir nahmen es mit Gleichmut - wenn eine Türe zugeht, geht eine andere auf.
Auf Windstärke 9 hatten wir sowieso ähnlich wenig Lust wie der Kapitän, und so würde sich
für uns immerhin die Gelegenheit ergeben, die Hauptstadt von Island doch noch ein bisserl
kennenzulernen.

Zuvor hatten wir aber noch eine abendliche Herausforderung zu bestehen.
Denn diesmal lautete das Kleidungsmotto "Themenparty weiß". Das alles war zwar nie ein "Muss",
aber wir spielen ja durchaus gerne mit bei solche Challenges - wenn wir können. Herr Rostrose hatte
immerhin ein weißes Hemd und eine Hose in Beige zu bieten. Aber ich? Ihr habt ja meine  
Reise-Capsule-Wardrobe gesehen. Da waren die Hauptfarben grün und rot sowie messing- oder
senfgelb - und auch ein paar kombifreundliche Klamotten in schwarz hatte ich dabei.

Glücklicherweise hatte ich einer spontanen Eingebung folgend ganz zum Schluss auch noch mein
cremeweißes Häkeloberteil eingepackt! Und das durfte jetzt zusammen mit Schwarz die Hauptrolle
spielen. Das Tuch, das ich mir um den Dutt gewunden habe, ist in drei Farbabschnitte geteilt:
messinggelb, weiß und grau, jeweils mit schwarzem Muster. Ihr könnt euch diesen Schal HIER
genauer ansehen. Für den "weißen Abend" achtete ich darauf, dass er so gewickelt ist, dass nur
der weiße und der graue Teil zu sehen sind:





Hier unten dann noch ein paar weitere Fotos des "weißen" Abends - im Uhrzeigersinn:
Herr Rostrose und ich an unserem Tisch im Speisesaal. Unsere netten Tischnachbarn aus Kärnten
waren ebenfalls in weiß bzw. weiß mit schwarz gekleidet und sie waren auch auf dem Foto drauf,
aber ich weiß nicht, ob es ihnen recht wäre, in meinem Blog zu erscheinen, deshalb zeige ich nur
"unsere" Bildhälfte. Das nächste Bild soll nicht dazu dienen, euch meine Stirnfalten bzw. meine
Narbe auf der linken Stirnseite näher zu zeigen, und auch nicht meine paar weißen Haare, die an
diesem Abend immerhin zum Motto passten - sondern ihr könnt euch ansehen, dass ich sogar weißen
Lidschatten verwendet hatte. Daneben und darunter seht ihr meinen Göttergatten mit unserem
netten indonesischen Zimmerboy namens I Putu, unten dann nochmals ich beim Grinsen und
Edi mit unserem reizenden Tischkellner Hery, ebenso aus Indonesien.





Fortsetzung folgt!


Mit diesem Post bin ich bei folgenden Blogparaden dabei:
Natur-Donnerstag von Ghislana / Jahreszeitenbriefe,
und Sabines Aktion Outfit des Monats. Und bei den 
"Modischen Matronen" Beate, Natalia und Tina

Vielen Dank für eure lieben Zeilen zu meinem vorigen Posting Adventzeit in Rostrosenhausen!
Nicht vergessen: Am 15.12. geht's mit ANL weiter!


 Fotos: Herr und Frau Rostrose
Herzliche Rostrosengrüße
und eine schöne dritte Adventwoche,
eure Traude
๑๑☼๑๑☼๑๑☼๑๑☼๑๑☼๑๑



Hier könnt ihr euch zu den einzelnen Kapiteln meines Reiseberichtes klicken (sobald verfügbar):




Freitag, 8. Dezember 2017

Adventzeit in Rostrosenhausen

Servus ihr Lieben! 
˚. *˛ ˚♥♥* ˚ ˚* ˛˚ ♥♥ ˚* ˚ ˚ •* ˚


Heute gibt's hier ein paar Advent- und Winterzeitbilder aus Rostrosenhausen zu sehen.
Zuerst aber vielen herzlichen Dank an alle, die mir liebe Zeilen zu meinen beiden Island-
Kapiteln 
geschrieben haben! Oh ja, dieses Land hat wirklich einen ganz besonderen Reiz! Freut
mich dass euch der Reisebericht gefällt - bald schon gibt es eine Fortsetzung!




Zu Beginn möchte ich euch ein paar winterliche Bilder zeigen. Denn am 30.11. legte sich
eine Schneedecke über unseren Garten (und natürlich nicht nur über den, sondern auch über
andere Teile des Landes). Und an den Tagen danach gab es Frost, der schöne Zuckerbilder
zauberte und den Schnee festhielt.



Die folgende Collage mit der geknickten und dennoch bezaubernd schönen Winterrose
geht an Novas Zitat im Bild:

 


Hier seht ihr schon ein bisserl rostrosige Adventdeko drinnen und draußen: Die Metalletagere
 vom Flohmarkt darf auf der Terrasse vor sich hinrosten; ich habe sie vor einiger Zeit mit Moos aus
unserem "Rasen" und mit Schneckenhäusern sowie Muschelschalen belegt. Letztere sind derzeit
festgefroren, deshalb dürfen sie bei der Adventdeko "mitspielen" 😉 Der Metallkorb-Adventkranz
und unser Alternativ-Weihnachtsbaum aus einem knorrigen Weidenbäumchen im Brennholzkorb
kommen alle Jahre wieder zum Einsatz.




Die übrige Adventdeko habe ich farblich an die Wandbilder angepasst, die ihr in den folgenden
beiden Collagen seht. Die meisten unserer Fotos auf Leinwand werden ja aktuell im Rathaus von
Ebreichsdorf ausgestellt (wie ich euch HIER erzählt habe), doch die Bilder vom Wüstensand in
Namibia (von HIER und HIER), von weidenden Büffeln (Utah / USA) und vom schwirrenden
Kolibri (Palm Springs / USA) dürfen währenddessen unsere Wohnzimmer-Bilderwand
schmücken. 

Viele Dekorationsstücke in unserem Wohnzimmer (wie die 
Schüsseln und der Kerzenständer) erinnern nach wie vor an den wunderbaren Afrikaurlaub von 
2016. Und weil sie gut dazu passen, habe ich wieder meine Weihnachtskugeln in Orange-, Gold- 
und Olivtönen aus dem Keller geholt.




Auch das folgende Outfit passt in mein adventliches Farbkonzept. In Wirklichkeit trug ich es zwar
nicht zu einer Weihnachtsfeier (doch was nicht ist, kann noch werden), sondern zu einer beruflichen
Jubiläumsveranstaltung. Aber ich denke, dieses Ensemble ist für die verschiedensten festlichen
Anlässe geeignet ... Damit bin ich jedenfalls beim Advent-Thema der Modischen Matronen dabei:
THE MOST WONDERFUL TIME, das von Beate, Natalia  und Tina auf höchst
unterschiedliche und in allen drei Fällen sehenswerte Weise interpretiert wird.

Der Rock stammt vom Flohmarkt -
ich werde euch in meinem nächsten ANL-Posting (ab 15. Dezember) mehr über dieses edle Stück
aus Wildseide (und über meine weitere Flohmarktbeute) erzählen. Ich finde, er harmoniert toll mit
meinem 2010 aus Indien mitgebrachten Shirt aus dem Dastkar Fairtrade Nähprojekt. Ihr konntet
ihn in DIESEM Posting schon unter meinem "Problem-Seidenkleid" hervorblitzen sehen...)

 


 Einige von euch waren ja sehr begeistert von besagtem Kleid, manche empfahlen mir, es von einer
Schneiderin umarbeiten zu lassen, andere von euch meinten sinngemäß oder wörtlich "Gib es weg. Es
tut nichts für dich und es ist schwer umzuarbeiten." In gewisser Weise sind das genau die Gedanken
und Lösungsansätze, die auch mir vorschweben - und zwar in kunterbunter Reihenfolge 😉 Bis ich
eine Entscheidung treffe, was nun tatsächlich mit dem guten Stück geschehen soll, habe ich eine
interimistische Lösung gefunden:

Weil die Sandfarbe der Seide gut mit den Wohnzimmerfarben harmoniert, darf es eine (längere oder
kürzere) Weile von Amanda, meiner Schaufensterpuppe, getragen werden. Ihr passt es besser als mir
- und der von mir bemalte Seidenmantel darüber kaschiert die eine oder andere Unzulänglichkeit
ganz gut. Vielleicht hilft mir der tägliche Anblick ja bei der Entscheidungsfindung ...


Und falls euch Amandas Haarfarbe stört - ich suche noch nach der anderen Perücke, die muss doch hier irgendwo sein...😟


In der übernächsten Collage könnt ihr einen Blick auf die Anrichte werfen, neben der Amanda steht.
Auch hier habe ich eine unserer auf Leinwand gedruckten Fotografien ins Arrangement integriert -
den Sonnenuntergangsbaum, aufgenommen von Herrn Rostrose an einem schönen, wenn auch klirrend
kalten Wintertag in Rust am Neusiedler See:




Die meisten Dekorationsstücke stammen noch von der Jahrtausendwende; um diese Zeit hatte ich
eine ausgeprägte "Korallenrot-Phase", die dann massiv von einer Weiß-grau-beige-taupe-grün-Phase
abgelöst wurde. Seit ungefähr zwei, drei Jahren gefallen mir diese warmen Töne wieder zunehmend
besser und ich bin froh, dass ich mich nicht von ihnen getrennt habe, als ich sie eine Zeitlang "nicht
mehr sehen konnte"...

HIER und HIER und HIER könnt ihr euch, wenn ihr Lust habt, Rostrosen-Adventdeko aus
früheren Jahren ansehen.

Der Dr.-Oetker-Schubladenschrank ist ein Flohmarktfund von vor einigen Jahren, da lugen Spitzenhandschuhe 
meiner großen Oma heraus, die hölzene Hochriegl-Sektkiste ist ein Erbstück von meinem Vater. Der Rest Fundstücke, 
Urlaubsmitbringsel, Geschenke..

Das rostrosige Katzenvolk 
(inklusive Gastkater Austria, der inzwischen unser Treppenhaus "erobert" hat und übrigens sein 
Glöckchen losgeworden ist 😉), mag derzeit lieber in der warmen Stube sein - und trägt durch seine 
schnurrende Anwesenheit zu weiterer Gemütlichkeit im Rostrosenhaus bei:



˚. *˛ ˚♥♥* ˚ ˚* ˛˚ ♥♥ ˚* ˚ ˚ •* ˚


So, jetzt waren wir aber lange genug drinnen - schlüpft in eure warmen Jacken, dann gehen
wir ein bisserl raus. Ich trage zu diesem Zweck zum Seidenrock-Indienshirt-Ensemble mein
Second-Hand-Biobaumwollstrickjackerl und die goldgelbe Jacke, die ihr so gerne an mir
seht 😉.


Der rostrotbraune Loop mit Blümchen drauf stammt übrigens vom selben Flohmarkt wie der Rock.



In Wirklichkeit bin ich zwar nicht mit dieser Kombination durch die winterlich angehauchte
 Landschaft gestapft, aber von der "Originalkleidung" kann ich euch leider keine Fotos bieten.
Die sah jedenfalls deutlich weniger elegant aus. Als Ersatz habe ich einige Natur-Aufnahmen 
für euch. So herrlich verschneit wie in einigen Teilen Deutschlands, der Schweiz und Österreichs
war es in Rostrosenhausen zwar nicht, aber der Winter hat immerhin schon mal kurz
hereingeschaut 😉...



Hier unten biete ich euch nun doch auch noch eine etwas sportlichere Kleidungskombination:
Denn am ersten Adventwochenende besuchte ich - gehüllt in Goldgelb (oder Senfgelb oder Curry 
oder wie auch immer ihr diese Farbe bezeichnen wollt) - in Begleitung meines lieben Göttergatten
einen Adventmarkt. Das Käppi: ein weiterer Flohmarktfund! Das braune Shirt: selbstgefärbt. Der 
Rest passt per Zufall zusammen (oder weil ich's gut ausgewählt habe 😉😊😎).




Den letzten Adventmarkt - in Hadres - haben wir vor zwei Jahren gemeinsam mit Freunden
besucht - KLICK. Man kann uns also nicht als die klassischen Christkindlsmarkt-Geher und
Punschstand-Genießer bezeichnen.

Auf den genannten Markt waren wir aber neugierig,
weil er in diesem Jahr erstmals im Park des Ebreichsdorfer Schlosses stattfand (und immer noch
stattfindet). Diesen Park kennen meine regelmäßigen LeserInnen vor allem als Schauplatz des
Zieleinlaufs sowie des Concours d'Elegance im Rahmen der Ebreichsdorf Classic. Doch auch
ganz ohne Oldtimer, dafür in weihnachtlichen Glanz gehüllt, ist der Park ein schöner Anblick
und wunderbar als Standort für einen Weihnachtsmarkt geeignet:


Die nette graue Katze rechts oben ist übrigens ein Türstopper vom Weltladen...


Wir waren hauptsächlich dort, um uns die Turmbläser anzuhören, den Markt anzusehen, Punsch
bzw. Glühwein zu trinken und ein paar Fotos aufzunehmen; letztendlich kam ich aber beim
Fotografieren der hübsch aufgereihten Eierlikör-Flaschen auf den Geschmack und erstand bei
der Gelegenheit ein Flascherl Pflaume-Zimt-Eierlikör... das ich mittlerweile schon zur Hälfte 
ausgetrunken habe... das mittlerweile fast leer ist... und werde mir im nächsten Jahr bestimmt
gleich zwei drei Flaschen davon kaufen...


˚. *˛ ˚♥♥* ˚ ˚* ˛˚ ♥♥ ˚* ˚ ˚ •* ˚



Mit diesen stimmungsvollen Bildern verabschiede ich mich für heute bei euch und 
wünsche euch weiterhin einen wunderschönen, möglichst stressfreien und friedlichen Advent!
Wie verbringt ihr diese Zeit? Werdet ihr auch auf einen Weihnachtmarkt gehen (oder habt es
bereits getan)? Bei uns ist noch mindestens ein Besuch auf einem Christkindlmarkt geplant, 
über den ich euch bestimmt ebenfalls irgendwann erzählen werde...

Demnächst (voraussichtlich am Abend des 11. Dezember) melde ich mich mit meinem 13.
Reiseberichts-Kapitel wieder, in dem ich euch ein weiteres Stück von Islands wunderschöner 
Natur (bei blauem Himmel 😊) zeigen möchte. Und ab 15. Dezember gibt es mein letztes
ANL-A New Life-Linkup für dieses Jahr. (Ihr habt mich allerdings überredet - es wird auch 
im Jahr 2018 damit weitergehen...)


Ich verlinke meinen heutigen Beitrag wegen der schönen Naturbilder und der
nachhaltigen Kleidung ab 15.12. bei ANL. Und außerdem bin ich bei folgenden Linkups
dabei: Gartenglück-Linkparty, Natur-Donnerstag von Ghislana / Jahreszeitenbriefe, 
und Sabines Aktion Outfit des Monats. Und wie bereits im Text erwähnt, bei den 
"Modischen Matronen" Beate, Natalia und Tina sowie bei  Novas Zitat im Bild.


˚. *˛ ˚♥♥* ˚ ˚* ˛˚ ♥♥ ˚* ˚ ˚ •* ˚
Fotos: Herr und Frau Rostrose
Herzliche rostrosige Adventgüße
und alles Liebe,
eure Traude
˚. *˛ ˚♥♥* ˚ ˚* ˛˚ ♥♥ ˚* ˚ ˚ •* ˚


Montag, 4. Dezember 2017

Island-Kreuzfahrt Teil 12 - Ausflug in die isländische Geschichte

 Velkomin, liebe ReisefreundInnen!
๑๑☼๑๑☼๑๑☼๑๑☼๑๑☼๑๑


Vielen Dank für eure lieben Zeilen zu meinem vorigen Reiseberichtskapitel, in dem ich
euch Islands Geysire zeigte. Und damit ihr nicht wieder so lange auf einen Reisebericht
warten müsst, habe ich ganz fleißig noch ein weiteres Kapitel fertiggestellt. Das
kriegt ihr gleich heute zu lesen! 😊 (Adventthemen sind aber auch schon in Vorbereitung...)


TAG 8 - 5.6.2017:
Wettervorhersage von der Brücke: Sonne, Wolken, 9° bis 14° C
(und diesmal WIRKLICH den ganzen Tag hindurch KEIN REGEN!!! 👍😀🔆)

Erfreulicherweise kann ich
euch Island endlich mit blauem Himmel präsentieren, denn am achten Tag unserer
Reise war der nordische Wettergott Thor in Bestform. In der ersten Collage bekommt
ihr zunächst mal einen kleinen Überblick, was ihr in diesem Kapitel von mir gezeigt kriegt. 
Das riesige steinerne Schwert links ist zum Beispiel ein Hinweis auf das noch relativ neue 
Wikingermuseum im kleinen Örtchen Njardvik, das wir an diesem Tag besuchten. Und der
riesige See in der Mitte ist der Kleifarvatn See, der in der Nähe der Geothermalfelder von 
Krysuvik liegt. 




Aber fangen wir von vorne an! 
Nämlich mit unserem Besuch des Wikingermuseums Víkingaheimar (Wikingerwelt), das im Jahr 
2009 in Njardvik eröffnet wurde. Falls ihr mich fragt, ob ein extra-Ausflug zu dem Museum sich
lohnt, ist meine Antwort ein klares und deutliches JEIN. Herr Rostrose meinte nämlich, das hätten
wir uns sparen können, ich selbst fühlte mich hingegen vor allem im Außenbereich "sauwohl", und
ich denke, wer noch nie ein Wikingerschiff aus der Nähe gesehen hat, Bauernhoftiere mag, mit 
Kindern unterwegs ist oder die Geschichte der Entdeckung Amerikas durch die Wikinger süffig 
aufbereitet bekommen möchte, ist hier durchaus richtig. Einen weiten Umweg würde ich allerdings 
nicht empfehlen. Hier könnt ihr euch zusätzliche Meinungen bzw. Publikumsbewertungen 
durchlesen und den modernen Museumsbau von außen sehen.




Herzstück des Museums ist das Schiff Íslendingur (Der Isländer) - eine Nachbildung des 
Wikingerschiffes Gokstad, das etwa um 890 gebaut wurde und das man im Wikinger-Schiff-Museum 
der norwegischen Hauptstadt Oslo besichtigen kann. Die Íslendingur ist um einiges jünger (gebaut 
von 1994 bis 1996) und diente zunächst als Schulschiff, das isländischen Schülern die Vergangenheit 
näherbringen sollte. Ihr Erbauer, der Kapitän Gunnar Marel Eggertsson, segelte mit ihr im Jahr 2000 
mit einer Besatzung von sieben Mann und einer Frau von Island nach New York, um die Entdeckung
Amerikas durch Leif Eriksson vor eintausend Jahren zu würdigen und die Hochseetauglichkeit von
Wikingerschiffen zu demonstrieren. (Zu Leif Eriksons Zeiten konnte ein Schiff wie dieses eine
Besatzung von bis zu 70 Mann aufnehmen.)




Neben Informationen über die neuesten wissenschaftlichen Forschungen 
betreffend die nordische Besiedlung und Erkundung des heute "Amerika" genannten Kontinents gibt
 es auch kleine Papier- bzw. Schattentheaterfigürchen und Nachbildungen von Alltagsgegenständen 
und Kleidung der Nordmänner, -frauen und -kinder zu sehen.




Für alle, die mehr an gegenwärtiger Kleidung interessiert sind, bietet
sich im Museumsshop zudem die Möglichkeit, Pullover, Jacken, Mützen, Schals, Handschuhe
und mehr aus Islandstrick zu erstehen. Auch hier machte ich wieder die Griffprobe, weil ich sooo
gern das eine oder andere Strickstück mit nach Hause gebracht hätte, aber es ging einfach nicht -
meine Haut und Islandwolle sind nicht kompatibel... Sehr, sehr schade!




Bei dem schönen Wetter dieses Tages hielt es uns nicht allzu lange im Inneren des Museums.
Schon bei der Hinfahrt bzw. beim Aussteigen aus dem Bus waren uns die den traditionellen 
isländischen Grasdachhäusern nachempfundenen Hütten aufgefallen, bei denen ich von Anfang
 an den Verdacht hatte, dass sie etwas beherbergen könnten, das ich mag: 
Viecher! 🐓🐖🐗🐤🐔🐐
 



Und so war's dann auch 😃! Wer es immer noch nicht weiß, erfährt es jetzt:
Gebt Frau Rostrose Viecher, und sie ist der glücklichste Mensch! (Außer es handelt sich dabei
um Kakerlaken, Ameisen im Haus etc. Im Zweifelsfall können wir vorher besprechen, mit
welchen Viechern ich glücklich zu machen bin, okay? 😉) Diese hier zählen jedenfalls
eindeutig dazu:
 



Ich hätte den Ziegen, den süßen zweifärbigen Schweinderln, 
den Hendeln und Enten stundenlang zuschauen können, und meine Topfavoriten waren die beiden 
entzückenden Zicklein, die mit enormer Energie in dem Gehege umhersprangen und das rostrosige 
Herz erfreuten:




Normalerweise bin ich von herzigen Tieren nur schwer wegzukriegen, aber Herr Rostrose hatte 
Glück - bei so einem Busausflug muss er mich nicht von den Ziegen fortzerren, da gibt es einfach 
eine vereinbarte Abfahrtszeit. Und nachdem ich die Geothermalfelder von Krysuvik und die dortige 
Landschaft auch gern sehen wollte, blieb mir nichts anderes übrig, als in den Bus einzusteigen. 
Basta. 
 
 
 


Zunächst zeige ich euch aber mal die Landschaft, 
durch die wir an diesem Tag fuhren (oben): Immer wieder sieht man Vulkankegel, der Küstenbereich
 ist von erkalteten Lavaströmen durchzogen, die zu einem Großteil mit Moos bewachsen sind, ab und 
zu dampft es aus der Erde, und sogar das eine oder andere "Waldstück" bekamen wir zu sehen - eine 
wahre Seltenheit im Baum-armen Island.

Die beiden unteren Collagen sind schon ein Vorgriff auf das nächste Kapitel, 
denn diese traumhafte Landschaft rund um den Kleifarvatn See befindet sich in der Nähe der 
Geothermalfelder von Krysuvik. (Übrigens soll es auch in diesem See ein Ungeheuer geben 
- es ist jedoch nicht annähernd so berühmt wie "Nessi" 😉...)


Der Kleifarvatn See, einer der tiefsten Seen Islands

Ich habe diese Bilder aus zwei Gründen noch im heutigen Beitrag untergebracht: 
Zum einen bekommt ihr im nächsten Post reichlich Landschaft zu sehen, während wir heute vor 
allem im Museum waren, zum anderen möchte ich allen, die an meiner Reisegarderobe interessiert 
sind, noch rasch zeigen, was ich bei diesem Ausflug anhatte: Mein wärmendes Strickmanterl aus 
Bio-Merinowolle durfte auch diesmal nicht fehlen, aber an diesem Tag war es warm genug, um es 
offen zu lassen, und darunter trug ich nur ein kurzärmeliges grünes Shirt (von Des*gual). Dazu von
meinen Jeans zur Abwechslung wieder die grüne. Nichts Besonderes also, aber zweckmäßig (wobei
die Wanderschuhe denn doch die bessere Entscheidung gewesen wären - mehr darüber demnächst). 

 



Die Abendgarderobe dieses Tages war auf jeden Fall eine weit größere Herausforderung für mich
 - aber die zeige ich euch erst in meinem nächsten Reiseberichts-Kapitel! Und da erfahrt ihr auch,
welche zusätzliche Überraschung dieser Tag noch für uns parat hatte.
Fortsetzung folgt!


Mit diesem Post bin ich bei folgenden Blogparaden dabei:
Natur-Donnerstag von Ghislana / Jahreszeitenbriefe,



 Fotos: Herr und Frau Rostrose
Herzliche Rostrosengrüße und eine wunderschöne Adventzeit,
eure Traude
๑๑☼๑๑☼๑๑☼๑๑☼๑๑☼๑๑



Hier könnt ihr euch zu den einzelnen Kapiteln meines Reiseberichtes klicken (sobald verfügbar):